schienenverkehr

Zum Artikel "Bahn will sechs Millionen Euro für Fernverkehr in der Region" (TV vom 3./4. September):

Meinung

Unsinnig
Unsere Landesregierung gibt wieder einmal ein trauriges Bild ab. Da werden 300 Millionen Euro für einen fragwürdigen Vergnügungspark auf dem Nürburgring ausgegeben und etliche Millionen Euro in die Formel 1 gesteckt, mit denen man unter anderem fahrende Millionäre unterstützt, aber für einen notwendigen Fernverkehr in der Region Trier hat man keine sechs Millionen Euro übrig. Die Liste über unsinnige Investitionen in Rheinland-Pfalz könnte man beliebig fortsetzen. Der Nahverkehr wird ausschließlich durch das Land finanziert, im Gegensatz zum Fernverkehr, der sich überwiegend durch verkaufte Fahrkarten selber tragen muss. Die IC- und ICE-Züge von Trier aus haben zumindest bis nach Köln teilweise nur eine Auslastung von unter zehn Prozent. Man sollte sich nicht wundern, dass der DB-Fernverkehr diese Strecken aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufrechterhalten kann. Auch ein verbesserter Nahverkehr macht keinen Sinn, wenn dann in Koblenz oder Saarbrücken kein direkter Anschluss an das Fernverkehrsnetz besteht. In Trier muss es weiterhin Fernverbindungen nach Norden und Süden geben, ja sie müssten noch erweitert werden. In Mainz sollte man wissen, dass Trier auch in Rheinland-Pfalz liegt und die Bürger hier ein Recht auf vernünftigen Fernverkehr haben. Da dürften die sechs Millionen Euro kein Stolperstein sein. Marcel Schanen, Gusterath