Politik : Schockierend

Zum Artikel „Luxemburg arbeitet an Cannabis-Legalisierung“ (TV vom 26. April) schreibt Ullrich Papschik:

Die Ankündigung der Drogenfreigabe in Luxemburg war für mich und bestimmt auch für viele andere Grenzbewohner, Polizei- und Zollbeamte sowie Lehrer und Eltern ein Schock. Wir haben doch heute schon an den EU-Binnengrenzen wegen fehlender Polizisten und Zollbeamter ein Drogenproblem im Grenzland!

 Hoffentlich werden die Politiker  in Deutschland wach und reagieren mit scharfen Protesten gegen die Luxemburger Rauschgift-Liberalisierungs-Politiker.

Aber in der Region will man ja anscheinend nur absprechen, wie es mit der einheitlichen Sommerzeit in der EU weitergeht.

Die viel zu laxe Luxemburger Steuerpolitik, das Bankgeheimnis, die geringen Steuererhebungen für Großkonzerne waren bislang ein großes Ärgernis. Jetzt kommt die Haschisch-Freigabe – wirklich schockierend.

Nach Jahrzehnten freundschaftlicher, nachbarschaftlicher und grenzüberschreitender Beziehungen klingt der Plan der Luxemburger, Cannabis freizugeben, fast wie eine Kriegserklärung und die Verabschiedung von allem bisher Erreichten des EU-Binnenmarktes.  Die Bemühungen von Zoll und Polizei, in der Grenzregion das Drogen- und Geldwäscheproblem in den Griff zu kriegen, würden zunichtegemacht.

Die Grenzen sollten demnächst nach Rücksprache mit Innenminister Seehofer und Finanzminister Scholz für Luxemburg-Reisende ab Haschisch-Liberalisierungs-Datum dichtgemacht werden. Schluss mit Schengen, damit die Luxemburger Regierung den Drogen-­Brexit ausprobieren kann!

Ullrich Papschik, Bitburg