Schwarze Schafe

Zu den Vorfällen bei der Bundeswehr (der TV berichtete):

Die Demokratie lebt von der Kritik, dabei sind allerdings die destruktive Variante und Polemik kontraproduktiv. Die unterschiedlichen Informationsstände im Bereich der Bundeswehr kann ich mir wie folgt erklären:

Jeder Soldat, der sich beschweren möchte, hat das Recht, seine Beschwerde unmittelbar an den Wehrbeauftragten zu richten, ohne den sonst üblichen Dienstweg einzuhalten. Das bedeutet, dass der Wehrbeauftragte von einem eventuellen Dienstvergehen erfährt, ohne dass die Disziplinarvorgesetzten davon in Kenntnis gesetzt werden. Jetzt muss dieser Beauftragte das geschilderte Vergehen überprüfen und konfrontiert die Verantwortlichen damit. Entweder ist dies den agilen Kritikern nicht bekannt oder es wird einfach ignoriert. Hauptsache ist, das Ansehen eines hervorragenden Politikers wird beschädigt.

Fatal wäre es, die gesamte Bundeswehr aufgrund dieser schrecklichen Einzelfälle zu verurteilen, denn in jeder großen Organisation gibt es schwarze Schafe, was der politische Alltag uns täglich vor Augen führt. Was mögen die im Einsatz befindlichen Soldaten denken, die ihr Leben für ein Land riskieren, das ihnen Respekt und Anerkennung verweigert?

Michael Wanner, Daun

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