Politik: Seit Jahren überfällig

Politik : Seit Jahren überfällig

Zum Artikel „Koalitions-Streit um Wahlrechtsreform“ (TV vom 27./28. Juli) schreibt Gerlach Pfeiffer:

Eine Wahlrechtsreform für den Bundestag ist seit Jahren aus demokratischen Gründen überfällig. Entgegen den komplizierten Vorschlägen der überforderten Parlamentarier ist die Lösung recht einfach, und zwar: Die potenzielle Höchstzahl der Mandate wird auf 480 und die Zahl der Wahlkreise auf 240 festgelegt. Die Wahlkreissieger (Personalwahl) – egal wie viele Stimmen – erhalten das Mandat. Die übrigen 240 wählbaren Mandate (Parteiwahl) werden nach dem System D’Hondt ermittelt und auf Grund der Gesamtzahl der gültigen Stimmen (Wahlbeteiligung) auf die Parteien verteilt. Überhangmandate, ungültige Stimmen, Nichtwählerstimmen und so weiter werden aus undemokratischen Gründen nicht berücksichtigt, weil sie tatsächlich das Prinzip „Eine Stimme, gleicher Wert“ konterkarieren (heute werden sie der Gesamtzahl der „Gewählten“ zugeschlagen).

Gerlach Pfeiffer, Kirchweiler

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