Soziales

Zum Artikel "Mindestlohn-Allianz für 8,50 Euro pro Stunde" (TV vom 25. Oktober):

Dieser TV-Bericht freut mich schon deshalb, weil die CDU, zumindest der Arbeitnehmerflügel (CDA), sich konsequent einer der vielen bestehenden "Baustellen" annimmt und über die Mindestlohnregelung diskutiert. Das seit Jahren bestehende Gezerre um eine Mindestlohnregelung kann ich vor dem Hintergrund der sich immer mehr öffnenden Schere der gezahlten Stundenlöhne nicht nachvollziehen. Ich frage mich allen Ernstes, wie eine festzulegende Stundenentschädigung von zum Beispiel 8,50 Euro den Arbeitsmarkt und -frieden stören würde? Alle tarifgebundenen Arbeitsverhältnisse seien so außen vor und andere EU-Länder praktizieren die Mindestlohnregelung - und es funktioniert. Im ländlichen Raum ist - durch die nicht so ausgeprägte Anonymität wie in der Stadt - in den letzten Jahren ein deutliches Missverhältnis in der Stundenlohnentwicklung zu beobachten. Seit langem fordert der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Billen eine praktikable Mindestlohnregelung. Ich möchte ihm und allen Befürwortern im Interesse der im Niedriglohnbereich Beschäftigten Mut machen, in aller Konsequenz dieses Feld zu einem menschenwürdigen Ende zu entwickeln. Andere "Baustellen" hat die CDU - etwa in der laufenden Kommunalreform und im Bildungsbereich - noch genügend. Matthias Meyer, Oberbettingen