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Leserbrief zum Artikel "Gegner der Pflegekammer ziehen vor das Bundesverfassungsgericht" (TV vom 2. August):

Die Titelseite des Trierischen Volksfreunds am 2. August zeigte, dass die Widersacher der Pflegekammer nicht müde werden, einen Weg zu finden, um ihrer Verärgerung Luft zu machen. Diesmal scheint es die vermeintliche Verfassungswidrigkeit der Pflegekammer zu sein. Jammer, Jammer, Jammer gegen die Kammer, so ähnlich das Zitat von Markus Mai, dem ersten Vorsitzenden der Pflegekammer Rheinland Pfalz. Der Vertreterversammlung sowie dem gesamten Vorstand gebührt mein großer Dank. Danke dafür, dass sie trotz dieses kontinuierlichen Gegenwindes weiterhin voller Enthusiasmus und mit großem Engagement die Arbeit der bundesweit ersten Pflegekammer vorantreiben. Im Artikel war zu lesen, dass Pflegekräfte nicht informiert wurden. Liebe Kolleginnen und Kollegen, dieses Argument zieht nicht. Ich kann Ihnen aus dem Stegreif mindestens fünf Termine einer Informationsveranstaltung nennen, an denen adäquat über die Arbeit der zukünftigen Pflegekammer informiert wurde. Auch wenn die Informationsweitergabe auf der Seite der Einrichtung vielleicht mangelhaft verlief, ist die Informationsbeschaffung, gerade in Zeiten der sozialen Medien, keine große Herausforderung mehr. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Skeptiker der Pflegekammer, überdenken Sie doch ihre kontinuierliche Skepsis und helfen Sie mit, dass der Pflegeberuf mit einer angemessenen Standesvertretung in Form der Pflegekammer die Vertretung erhält, die der Profession Pflege zusteht. Helfen Sie mit, dass die Kammer kein Verwaltungsmonster wird. Dies ist aber nur möglich in Form einer konstruktiven Mitarbeit. Der Gang zum Bundesverfassungsgericht stellt allerdings das krasse Gegenteil dar. Sehr geehrte Frau Werner, überlassen Sie die Arbeit denjenigen, die aus der Profession Pflege stammen. Patrick Föhr, Trier Die Berichterstattung über den Pflegeberuf zeigt, dass dieser zunehmend in der öffentlichen Diskussion angekommen ist. Ein Beruf, der pflegerische Unterstützung und Beratung zu jeder Lebensphase denen bietet, die sie benötigen. Die gesellschaftliche Bedeutung des Pflegeberufs und die Herausforderungen werden vor dem demografischen Wandel noch zunehmen. Die Berichterstattung gibt Hinweise darauf, dass eine Einbindung in die Entscheidungsfindung und eine Mitbestimmung deutlich gewünscht sind. Dieses Mitbestimmungsrecht von vor drei Jahren ist jetzt in eine Mitbestimmungspflicht gemündet. Die Mehrheit hat deutlich für die Pflegekammer gestimmt. Ob der niedrige Organisationsgrad in der Pflege dazu geführt hat, dass die Anzahl der Wahlbeteiligten nicht höher lag oder eine Wahlmüdigkeit besteht, bleibt Spekulation. Interessanter ist für mich die Frage, ob bei der Wahl der Vertreterversammlung die Beteiligten ihre Stimme der Vertreterin ihres Vertrauens gegeben haben. Mich wundert, dass es in der heutigen Zeit scheinbar viel einfacher und angesagter ist, gegen etwas zu sein. In der Annahme der Herausforderung und in der Gestaltung der beruflichen Zukunft aus dem Berufsstand selbst sehe ich eine deutliche Aufwertung des Berufs. Eine Aufwertung, die der gesellschaftlichen Bedeutung gerecht wird. An die zitierte Bundestagabgeordnete sende ich die Bitte, sich für eine ausreichende Finanzierung der Personalkosten im Krankenhaus und allen weiteren Einsatzbereichen von Personal im Gesundheitswesen einzusetzen. Dies würde den Personalschlüssel an der einen oder anderen Stelle positiv beeinflussen. Ich kann sagen, dass ich mich durch meine bei der Vertreterversammlung gewählten Vertreter vertreten fühle. Diesen möchte ich an dieser Stelle mein Vertrauen in ihre weitere Arbeit aussprechen. Sascha Krames (Krankenpfleger, registriertes Mitglied der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz), Kell am See

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