soziales

Zur Berichterstattung über die Flüchtlingskrise und zu mehreren Kommentaren und Leserbriefen zum Thema:

Im Dezember 2014 besuchte ich die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort habe ich konkret gefragt, wie sie es mit den Flüchtlingen ihrer Nachbarstaaten halten. Die Antwort war unmissverständlich, die ich hier wortgetreu wiedergebe: "Hier kommt keiner rein." Auch auf meinen Hinweis, dass es sich bei den Flüchtlingen doch um ihre Glaubensbrüder und Nachbarn in Not handele, blieb die Antwort die Gleiche. Die reichen arabischen Brüder haben Platz, Geld, aber kein Herz. Erstaunlich ist doch, die Saudis wollen den Bau von 200 Moscheen in Deutschland finanzieren, wo doch in Deutschland katholische Kirchen geschlossen werden, weil das Geld zur Unterhaltung fehlt. Wäre es nicht längst überfällig, dass unsere führende Politik einmal den Mut hat, um den Scheichs vor Ort ins Gewissen zu reden? Als Thilo Sarrazin 2010 sein Buch "Deutschland schafft sich ab" vorstellte, wurde er von vielen Seiten angefeindet. Wer es gelesen hat, bekommt heute die Bestätigung seiner Analyse. Sarrazin zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen für den sozialen Frieden untergraben. Wann wollen unsere Politiker einmal über die Meinung des Volkes nachdenken, vor oder erst nach der nächsten Wahl zum Deutschen Bundestag? Hans Josef Mayer, Heidweiler Liebe Frau Morsink, Sie dürfen weiterhin Ihre Meinung sagen und Ihre Ängste äußern, auch dann, wenn es die große Zahl der Flüchtlinge ist, die Ihnen Kopfzerbrechen und Sorgen bereitet. Mit Volksverhetzung hat das rein gar nichts zu tun! Wenn jemand wegen Volksverhetzung verurteilt wird, dann hat er weit Schlimmeres getan, als frei seine Meinung zu äußern. Volksverhetzung ist, kurz gesagt, der Aufruf zu Hass und Gewalt gegen Minderheiten. Traurige Beispiele finden Sie zurzeit massenhaft auf Facebook, wo grobe Unwahrheiten und böswillige Verleumdungen über Flüchtlinge verbreitet werden, wo nicht davor zurückgeschreckt wird, Flüchtlingen den Tod durch Ertrinken bei der Überfahrt zu wünschen, und wo applaudiert wird, wenn wieder ein Flüchtlingsheim niedergebrannt wird. Derartiger Hass und verbale Gewalt sind Volksverhetzung und keineswegs vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Volksverhetzung gab es schon und vor allem während der Nazidiktatur. Sie richtete sich gegen Juden, "Zigeuner", Homosexuelle und Behinderte und endete meist mit deren Tod im Konzentrationslager. So etwas darf nie wieder geschehen! Deshalb muss unser Rechtsstaat gegen jeden Volksverhetzer rechtlich vorgehen. Maria Kronenberg, Trier Bundeskanzlerin Merkel schafft das nur, wenn alle CDU-Wähler, die Frau Merkel bei der Bundestagswahl unterstützen, freiwillig Zimmer, Häuser und Wohnungen kostenlos für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Das dürfte für die CDU-Wahlunterstützer doch kein Problem sein! Wer A sagt, muss auch B sagen können. Emil Epper, Alsdorf Vielen Dank, Frau Hammermann. Seit Wochen rede ich mir den Mund "franselich", um als Pro-Flüchtling von nur guten Erfahrungen als langjähriger Anwohner der Aufnahmestelle in Lebach zu berichten. Von den Millionen Euro, die täglich im Flüchtlingswesen eingehen bis zur positiven Entwicklung, die das Mittelzentrum Hermeskeil nehmen wird. Mein Vater hat als Rentner seinen Metzgerladen in dritter Geschäftslage zu drei Fremdenzimmern umgebaut. Diese waren immer belegt von drei Singles aus der "Siedlung", und alle vier waren glücklich! Das Kapitel "Landeswohnsiedlung" beim "historischen Verein Lebach" fängt so an: Unsere Gaststätte mit Fremdenzimmern war schon vor der Fertigstellung voll belegt mit Monteuren und Bauarbeitern, vorwiegend aus dem Hunsrück. Die Firma Zettelmeyer aus Konz hatte beim Bau der LWS einen Großauftrag. Wolfgang Riehm, Schillingen Krieg als Lösung für alles? Wie überzeugend kann der Aufruf zu mehr Meinungsfreiheit und Ehrlichkeit sein, wenn zugleich alle anderen Meinungen, die von der eigenen abweichen, verteufelt und verrissen werden? Ich kann die Argumentation des Kommentators Damian Schwickerath hier nur wenig nachvollziehen, denn gegenüber der versuchten Aussage wird die Gesellschaft in zwei konträre Extreme gegliedert: die einen, die anscheinend strikt gegen Zuwanderung seien und mit aller Härte dagegen vorzugehen versuchten, und jene, die sich wie naive Dummchen verhalten würden, weil die deutsche Willkommenskultur nicht ausreiche. Da stellt sich wohl die Frage, ob sich die "schwarz-weiße, zwiegespaltene Gesellschaft" als höchstes Maß der Willkommenskultur bezeichnen lässt? Wohl kaum, wenn man an die immer stärker werdende Gruppe der Hassprediger und Ausländerfeindlichen denkt. Und weil die Forderungen der naiven Bürger total daneben seien, wären auch ihre Begründungen für eine stärkere Willkommenskultur völliger Schwachsinn. Stellt der Autor hier etwa infrage, dass Flüchtlinge ebenso gleichwertige Menschen sind wie er? Dies ist wohl anzunehmen, wenn er sich von der Aussage "(...) weil jeder Flüchtling ja auch nur ein Mensch sei" distanziert und diese Tatsache als unwichtig deklariert. Ich unterstütze die von Herrn Schwickerath versuchte These, dass wir anfangen müssen, uns eigene Meinungen zu bilden und sie zu äußern, denn kontroverser Gedankenaustausch bringt uns weiter. Jedoch reicht der Mut des Autors nicht, um seine These zu stützen, da er selbst anderen Überzeugungen intolerant gegenübersteht und deshalb seiner eigentlichen These widerspricht. Wie glaubhaft kann aber jemand sein, der politisch anders Gesinnte als Verwirrte und zwielichtige Gestalten bezeichnet und gleichzeitig versucht, sich für eine Toleranz gegenüber anderen Meinungen auszusprechen? Höchst bedenklich sind auch die Anklänge von Kriegseinsätzen, um die Fluchtursachen zu bekämpfen, als wolle der Autor sagen, der Zweck heilige die Mittel. Nicht zu verkennen ist die Aussage, dass die Gesellschaft gemeinsam die richtigen Antworten finden muss, allerdings nicht jene, die der Autor für richtig befindet. Ich würde mir wünschen, er wäre von dem, was er versucht nahezubringen, selbst überzeugt. Der leichte Weg ist oft nicht der richtige. Laura Hub, 16 Jahre alt, Konz