SOZIALES

Zur Berichterstattung über die abschlagsfreie Rente mit 63:

Hier sollte endlich mal diskutiert werden, dass studierte Menschen selten 40 Jahre arbeiten. Das wird total ausgeklammert! Ein Beispiel: Ich habe als Vierzehnjähriger im August 1971 meine Ausbildung in der Gastronomie begonnen, was kein Honigschlecken war, denn wer kontrolliert die vielen Arbeitsverstöße in diesem Gewerbe? Mein Bruder - ein Jurist - hat mit 27 begonnen zu arbeiten. 13 Jahre später als ich, und er kann es sich leisten, mit 63 in Pension zu gehen, denn als "A 16" verschmerzt er leicht die Abzüge. Ich gehe mit 65, nach 51 Jahren Arbeit, in Rente. Wo bleibt die Gerechtigkeit? Ja, das Studium bedeutet auch Arbeit, aber man hat auch viel Freizeit. Gerade Menschen, die studiert haben, sollten mindestens 40 Jahre gearbeitet haben. Wie viele Politiker sind eigentlich in Landtagen oder im Bundestag ohne Studium? Volker Heimes, Gerolstein