Sport

Zum Artikel "Ein Verein ist kein Steuereintreiber" (TV vom 1. Juli) diese Meinung:

Ganz herzlichen Dank für diesen sehr gut recherchierten Artikel. Neben der zunehmenden Amtsmüdigkeit im Ehrenamtsbereich ist die finanzielle Situation in der Tat das zweite große Problem der Sportvereine. Viele Menschen sind bereit, für kommerzielle Sportangebote monatlich hohe Geldbeträge auszugeben. Dieselben Bürger gehen jedoch wie selbstverständlich davon aus, dass qualitativ hochwertige Angebote der Sportvereine, etwa im Jugendfußball oder Breitensport, mit dem Mindestbeitrag "gut bezahlt" sind. Ich mache dieses Verhalten jedoch keineswegs den Vereinsmitgliedern zum Vorwurf. Vonseiten der Medien, aber auch der Vereine ist hier eine umfassende und nachhaltige Information und Aufklärungsarbeit vonnöten, auch um bei den Mitgliedern das Verständnis für die moderate Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen zu schaffen. Ergänzend zum Artikel noch ein weiterer Punkt: Die geschilderte Lage von Eintracht DIST ist sicherlich exemplarisch für die Situation von Sportvereinen in den Dörfern, die nach meiner Kenntnis keine oder nur symbolische finanzielle Unterstützung von ihren Gemeinden erhalten. In den Städten der Region, wie zum Beispiel in Wittlich, erhalten die Sportvereine von der öffentlichen Hand beziehungsweise von Stiftungen jedoch erhebliche finanzielle Unterstützungen zur Aufrechterhaltung ihrer Sportangebote. Auch kleinere Gemeinden werden mittelfristig nicht umhinkommen, ihre Sportvereine finanziell zu unterstützen, damit den Bürgern weiter vielfältige Angebote vor Ort geboten werden können und das Leben im Dorf attraktiv bleibt. Reiner Steilen, 1. Vorsitzender SV 1922 Laufeld e.V.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort