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Zum Leserbrief "Abgewürgtes Engagement" (TV vom 6./7. August):

Meinung

Subjekt, Prädikat, Objekt
Lieber Herr Wilmes, Sie fragen im letzen Satz Ihres Leserbriefs: "Was kann, was oder wer soll und muss sich ändern?" Die Antwort geben Sie selbst: die Sprache. Warum äußern Sie sich ebenso umständlich und unverständlich wie die meisten Politiker? Sind oder waren Sie selber einer? Klare Satzstellungen sind Ihnen leider offensichtlich fremd. Subjekt, Prädikat, Objekt. Das ist relativ einfach und von den meisten zu verstehen. Vielen Politikern ist die Sprache des Volkes nicht mehr bekannt. Weil sie mit Fremdwörtern nur so um sich werfen. Daher kommt es zu Missverständnissen bei den einen und Desinteresse bei den anderen. Sprache in Wort und Schrift sollte der Verständigung dienen. Leider wird sie aber offensichtlich, wie Latein in den früheren Kirchenpredigten, immer noch missbraucht. Man kann damit die Dummen dumm halten und nur die Gebildeten in das einweihen, was man dem gemeinen Volk nicht mitteilen möchte. Kein Wunder, dass sich heute selbst die gebildete junge Generation angewidert von den Parteien abwendet. Wer seine Meinung öffentlich äußert, hat auch die Pflicht, sich verständlich auszudrücken. Dies sollte für Privatleute ebenso gelten wie für Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Es sei denn, man hat etwas zu verbergen oder möchte nur seinen eigenen Bildungsstand hervorheben. Elmar Alders, Saarburg

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