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Staatlich initiierte Schwarzarbeit

Bildung Bernhard Nink Trier

Zum Artikel "Musikschulen haben den Blues (TV vom 11../12. Nov.):
Die sozial unsichere Lage vieler Musiklehrer, die für ihre Ausbildung viel Zeit und Geld investiert haben und oft sogar einen Hochschulabschluss vorweisen können, ist ein Skandal. Die Vergütung über Honorarverträge fällt hinter Bismarcks Sozialgesetzgebung von 1883 zurück und bedeutet de facto nichts anderes als staatlich initiierte Schwarzarbeit. Eine Absicherung über die Künstlersozialversicherung genügt in vielen Fällen nicht, um Altersarmut zu verhindern. Als Musiklehrer rate ich schon seit Jahren keinem jungen Menschen mehr, diesen Beruf zu ergreifen. Die Diskrepanz zwischen einem Teil der Gesellschaft, der völlig überversorgt ist und das auch nach außen zeigt, und anderen, die täglich um ihre Existenz kämpfen, ist erschreckend.
Bernhard Nink
Trier