Bildung: Städtische Arroganz

Bildung : Städtische Arroganz

Zum Leserbrief „Hin und zurück sechs Stunden“ (TV vom 3. Juli) und zum Artikel „Keine Angst, es ist kein Kaff: #studierintrier!“ (TV vom 25. Juni) schreibt Margita Wollscheid:

Liebe Frau Kluge, aus Ihrem Beitrag spricht viel städtische Arroganz und Unkenntnis. Von Bf. Neubrücke ist man in weniger als zwei Stunden mit dem Zug in Frankfurt, in 45 Minuten in Saarbrücken, und mit dem Bus R200 gelangt man im Stundentakt nach Trier. Wieso Sie zum Hochschulstandort Birkenfeld sechs Stunden hin und zurück brauchen, ist mir ein Rätsel.

Hoppstädten-Weiersbach (so heißt das „Kaff“ tatsächlich), Neubrücke ist nur der Ortsteil mit Bahnhof, großem Gratis-Pendlerparkplatz, Campus sowie einer großen Ansiedlung von chinesischen Familien und Gewerbetreibenden im Oak Garden und benachbarten Bürogebäuden. Außerdem sind am Umwelt-Campus Teile der Verwaltung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und einige innovative Firmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien beheimatet. Das alles ist auf dem Gelände einer ehemaligen Hou­sing des US-Militärs entstanden, und das ist auch gut so. Die Welt ist nicht an der Trierer Stadtgrenze zu Ende! Und die Trierer sollten froh sein, dass durch dezentrale Einrichtungen die Belastungen im Bereich Wohnen und Verkehr vermindert werden, zumal die Stadt mit ihrer Infrastruktur der Entwicklung kaum hinterherkommt!

Margita Wollscheid, Damflos