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Statt Flickschusterei lieber den großen Wurf wagen und neu bauen

Statt Flickschusterei lieber den großen Wurf wagen und neu bauen

Zum Artikel "Das Trierer Theater lockt vergeblich" (TV vom 31. März) und zur Zukunft der Spielstätte am Augustinerhof:

Dezernent wie Intendant kommen über die Ursachen des Besucherrückganges im Trierer Stadttheater ins Grübeln - dabei treten die wichtigsten Faktoren, nämlich Mängel bei Marketing und Kundenorientierung, doch offen zutage.

Nur ein Beispiel: Für Mainz wie Koblenz, Kaiserslautern, Ludwigshafen und selbstverständlich für die Theater der Quattropole-Partnerstädte Luxemburg, Saarbrücken und Metz - überall kann man Tickets online kaufen, meist sogar platzgenau, nur nicht für Trier! Bei uns muss man selbst (nach Erdulden der Warteschlange) telefonisch bestellte Tickets noch Tage vor der Vorstellung am Theater abholen, wenn man den Aufpreis für Kreditkartenkauf vermeiden will.

Doch die Misere des Theaters Trier - welche beileibe keine künstlerische ist - hat noch eine andere Dimension: Ich frage mich, welches Interesse der Stadtrat eigentlich am Theater hat, wenn er sich die windelweich begründete halbjährige Verspätung der Vorlage der Besucherbilanz bieten lässt.

Denn neben anderem Management braucht das Theater doch vor allem einen kräftigen Schub Rückenwind aus der Politik, wenn die Zukunft nachhaltig gesichert werden soll!

Warum nicht die notwendige Sicherheitsrenovierung für einen großen Wurf nutzen: ein Theaterneubau als Kultur-Flaggschiff in Trier-West (Nutzung des Altbaus bis zum Umzug, Vermarktung der Flächen in der Stadtmitte …).

Wenn man mit dem Theater so halbherzig weitermacht wie man es bei den Antikenfestspielen vorexerziert hat, so wird ein ähnliches Ende immer wahrscheinlicher!

Jürgen Förster, Trier



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Statt Flickschusterei lieber den großen Wurf wagen und neu bauen

Dezernent wie Intendant kommen über die Ursachen des Besucherrückganges im Trierer Stadttheater ins Grübeln - dabei treten die wichtigsten Faktoren, nämlich Mängel bei Marketing und Kundenorientierung, doch offen zutage. Nur ein Beispiel: Für Mainz wie Koblenz, Kaiserslautern, Ludwigshafen und selbstverständlich für die Theater der Quattropole-Partnerstädte Luxemburg, Saarbrücken und Metz - überall kann man Tickets online kaufen, meist sogar platzgenau, nur nicht für Trier! Bei uns muss man selbst (nach Erdulden der Warteschlange) telefonisch bestellte Tickets noch Tage vor der Vorstellung am Theater abholen, wenn man den Aufpreis für Kreditkartenkauf vermeiden will. Doch die Misere des Theaters Trier - welche beileibe keine künstlerische ist - hat noch eine andere Dimension: Ich frage mich, welches Interesse der Stadtrat eigentlich am Theater hat, wenn er sich die windelweich begründete halbjährige Verspätung der Vorlage der Besucherbilanz bieten lässt. Denn neben anderem Management braucht das Theater doch vor allem einen kräftigen Schub Rückenwind aus der Politik, wenn die Zukunft nachhaltig gesichert werden soll! Warum nicht die notwendige Sicherheitsrenovierung für einen großen Wurf nutzen: ein Theaterneubau als Kultur-Flaggschiff in Trier-West (Nutzung des Altbaus bis zum Umzug, Vermarktung der Flächen in der Stadtmitte …). Wenn man mit dem Theater so halbherzig weitermacht wie man es bei den Antikenfestspielen vorexerziert hat, so wird ein ähnliches Ende immer wahrscheinlicher! Jürgen Förster, Trier