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Zum Artikel "Mit erneuerbaren Energien in die Zukunft" (TV vom 28. Juli):

Meinung

So ändern sich die Zeiten!
In dem Bericht über den Besuch von Wirtschaftsministerin Lemke in Föhren zitiert der TV die Ministerin mit dem Satz: "An einem Ende (des Beratungstisches) sitze ich und werde keinen Zentimeter weichen, am anderen Ende sitzt Bernie Ecclestone …" Da spricht sie nun wirklich ein starkes Wort gelassen aus, die Frau Lemke! Sie bläst, sozusagen, zum Angriff auf einen Mann, der in seinem Metier immerhin der zurzeit wohl mächtigste Mensch der Welt ist. Für viele Rheinland-Pfälzer dürfte das ein Déjà-vu-Erlebnis sein, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Denn es ist kaum ein paar Wochen her, dass dieselbe Frau in Mainz einem Mann gegenübersaß, der in den anstehenden Koalitionsgesprächen am Verhandlungstisch in Basta-Manier erklärte, er würde in Sachen Hochmoselübergang keinen Zentimeter weichen! Das Erstaunliche: Dieser Mensch, Kurt Beck, war damals in einer gott erbärmlich schwachen Position, musste er doch um seinen Posten als Landesvater bangen - falls es mit den Grünen nicht klappen würde. Aber es klappte: Eveline Lemke, sein Gegenüber am Tisch, räumte in voreilendem Gehorsam und kampflos den Hochmoselbrückenkopf, den sie vor der Wahl - um im kriegerischen Jargon zu bleiben - bis zur letzten Patrone verteidigen wollte. So ändern sich die Zeiten! Eine Erklärung gefällig? Bitteschön: Damals war sie noch nicht Ministerin. Heute ist sie es - und kann entsprechend martialisch auftreten! Helmut Körlings, Traben-Trarbach

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