Strassenverkehr

Zu den durch Geisterfahrer verursachten Unfällen (der TV berichtete mehrmals):

Jährlich mehrere Hundert Geisterfahrten auf Deutschlands Autobahnen müssten nicht sein. Vermehrte Gesundheitsprüfungen der Fahrer sind schnell gefordert, in der Praxis kaum umsetzbar und wenig hilfreich, da sich der Personenkreis der Verursacher weder auf ältere Fahrer noch auf bestimmte Krankheitsbilder oder Suchtverhalten eingrenzen lässt. Will man derartige Notfälle künftig vermeiden, ist eine technische Lösung der einzig machbare Weg. Vom Hersteller fest eingebaute Navigationssysteme wären in der Lage, über die angesteuerten Satelliten zu erkennen, dass der Fahrer gerade dabei ist, den Parkplatz auf die Autobahn in falscher Richtung zu verlassen. Den Rest erledigt der mit dem Navi verbundene heute schon in den Fahrzeugen eingebaute Bordcomputer. Er gibt zunächst Warnhinweise über das Display oder den Tacho und sorgt bei Missachtung des Warnhinweises für einen kontrollierten Bremsvorgang, ehe es zu einem Unfall mit Todes- oder Invaliditätsfolgen kommt. Bei einer Serienproduktion wären die Kosten voraussichtlich gering. Und wir würden sie leicht wieder bei der KFZ-Versicherung, der Rentenkasse, Rettungsdienst und Krankenhäusern und den Lebensversicherungsbeiträgen einsparen. Auch heute schon können wir diese Unfälle an Autobahneinfahrten verhindern, wenn wir nur das Navi einschalten. "Bitte wenden" wäre doch vor Auffahrt in falscher Richtung ein guter Hinweis, auch wenn wir damit Suizidabsichten noch nicht vermeiden können. Hierzu brauchen wir den automatisierten Bremsvorgang. Heinz Broy, Speicher, Instruktorensprecher Bereich Ausbildung, DRK Bezirksverband Trier