1. Meinung
  2. Leserbriefe

Summerjazz-Festival in Bitburg beginnt am 14. Juli 2021

Ereignis mit besonderem Flair : Summerjazz-Festival in Bitburg beginnt am 14. Juli

Nach einem Jahr Zwangspause geht das Summerjazz-Festival im Bitburger Bedagarten wieder an den Start. Mit einigen neuen Bands und bewährtem Flair.

 Letzten Sommer war er manchmal da. Im Bitburger Bedagarten. Ganz allein. Saß auf den Bänken. Dort, wo im Sommer oft viele, viele Menschen sitzen und der Musik zuhören. Der Musik, die die Bands machen, die zum Summerjazz-Festival kommen. Jeden Mittwoch um 19 Uhr in den Sommerferien.

Doch im Sommer 2020 blieb es still im Bedagarten. Keine Musik, keine Zuhörer auf Picknickdecken, Bänken oder im Gras, kein fröhliches Geschnatter, keine im Takt wippenden Füße.   „In solchen Momenten habe ich mir vorgestellt, wie wunderschön es wäre, wenn jetzt Summerjazz wäre“, sagt Rolf Mrotzek von der Jazz-Initiative Eifel, die seit vielen Jahren das Festival organisiert – in Zusammenarbeit mit der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung und der Kulturgemeinschaft Bitburg.

Und das erfolgreich. Denn das Festival bringt — bei freiem Eintritt – jeden Sommer etwa 2000 Menschen in den Garten, der gleich hinter dem Haus Beda liegt. Rund 300 Besucher aus der ganzen Region genießen die lockere Atmosphäre bei den einzelnen Musikevents. Wie auch die Künstler aus ganz Europa, die sich hier die Klinke in die Hand geben. Dabei achten die Organisatoren auf Vielfalt – von Dixieland über Gypsy Swing bis zum Latin Jazz, vom kleinen Ensemble bis zur Big Band.

Das alles fiel im vergangenen Jahr flach. Wegen Corona. Aber das hat Rolf Mrotzek schon abgehakt. Denn, wie er sagt, sei es ohnehin nicht zu ändern gewesen. Schließlich liege es ja in aller Interesse, dass alle gesund bleiben. Und allen anderen Konzertveranstaltern sei es ja genauso ergangen.

Nein, Mrotzek schaut lieber nach vorne. Was auch viel erfreulicher ist. Denn in diesem Jahr wird das Summerjazz-Festival mit ziemlicher Sicherheit stattfinden können.  Unter den dann geltenden Corona-Bedingungen, auf die man sich natürlich vorbereiten werde, sagt Mrotzek.

Apropos vorbereiten: Das Programm steht. Und zwar schon lange. Denn auch in den Zeiten, in denen noch nicht klar war, was aus pandemischer Sicht auf uns alle zukommen würde, waren die Organisatoren fleißig.  „So ein Programm kann man nicht von heute auf morgen vorbereiten, das braucht Vorlauf“, sagt Mrotzek. Und so kommt es, dass sogar schon das Programm für 2022 größtenteils steht.

Aber zurück zu 2021. Beginn ist am 14. Juli mit den LuxOnions, Schluss am 25. August mit dem Benno-Raabe-Quartett. Das hat Tradition beim Festival. Zwischendrin gibt es viel Neues. Zum Beispiel kommt die Alex-Eger-Band, deren Musiker mitreißenden Gypsy Swing spielen. Die Musiker stünden schon voller Ungeduld in den Startlöchern, sagt Mrotzek. „Sie brauchen den direkten Kontakt mit dem Publikum“, sagt er. Das, was sie lange vermissen mussten. Wie auch das Publikum.

Aber es ist ja nicht mehr lang. Noch vier Wochen. Dann wird’s mittwochs wieder bunt, laut und lebhaft im Bedagarten. Und Rolf Mrotzek muss an anderen Tagen kommen, um allein zu sein. Was ihm sicher nichts ausmachen wird.