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Politik: Täglicher Irrsinn

Politik : Täglicher Irrsinn

Zum Artikel „Sechs Tote bei israelischen Angriffen“ (TV vom 25. Februar) schreibt Axel Barta:

In Zeiten von sich ausweitendem Antisemitismus und zunehmender Israel-Feindlichkeit ist die Überschrift im Volksfreund wenig hilfreich. Besser wäre gewesen: „Israel reagiert auf Raketenbeschuss“, wie beispielsweise auf tagesschau.de zu lesen ist. Denn nur so herum wird ein Schuh daraus. Demnach wurden zunächst über 20 Raketen aus Gaza nach Israel abgefeuert, und die Angriffe Israels waren die Antwort darauf. Ob dies  unverhältnismäßig ist oder nicht, wird nun sicherlich auch gerne wieder diskutiert.

Ich möchte einmal die Reaktion unserer lokalen Bevölkerung sehen, wenn regelmäßig in Trier und Umgebung, bis hinein in die Eifel, Raketen einschlagen würden oder, wenn wir Glück hätten, vorher von einem Abwehrschirm abgefangen würden. Dann würde niemand mehr nach Verhältnismäßigkeit rufen, sondern nur nach Beendigung dieses nahezu täglichen Irrsinns.

Ich möchte auch daran erinnern, dass Israel seit seinem Bestehen noch nie einen Angriffskrieg geführt hat, sondern immer nur Verteidigungskriege. Der israelische Unabhängigkeitskrieg wurde von einer Allianz arabischer Staaten begonnen. Der Sechs-Tage-Krieg wurde von Ägypten angezettelt. Der Jom-Kippur-Krieg wurde ebenfalls von einer arabischen Allianz angezettelt. Und alle anderen Auseinandersetzungen seitdem sind immer auf Initiative der Palästinenser oder ihrer Hintermänner aus Syrien und dem Iran erfolgt.

Im Übrigen wurde seinerzeit jedem arabischstämmigen Einwohner des heutigen Israels bei der Staatsgründung 1948 die Möglichkeit gegeben, ebenfalls israelischer Staatsbürger zu werden. Die meisten Araber, heutige Palästinenser, haben sich dagegen entschieden und führen seitdem Krieg gegen Israel.

Auch der Ruf der Palästinenser nach Unterstützung ist blanker Hohn, vor dem Hintergrund, dass seit Jahrzehnten offenbar Hilfsgelder zum Bomben- und Raketenbau und Graben von Tunneln in israelisches Gebiet verwendet werden. Statt sie sinnvoll zum Aufbau ihres Staats zu verwenden. Und zum Abschluss dann die aktuelle Meldung aus Berlin, dass trotz massiver Proteste einiger aufrechter Politiker trotzdem wieder einmal der Al-Kuds-Tag mit einer Demonstration gefeiert werden darf.

Zur Erinnerung: Beim Al-Kuds-Tag, dem „Internationalen Jerusalem-Tag“, ausgerufen 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ajatollah Chomeini, wird regelmäßig zur Vernichtung von Israel und den Juden aufgerufen. Und das in Deutschland. Aber nein! Wir sind alle gar nicht antisemitisch ...

Axel Barta, Strohn