Theater

Zum Leserbrief "Karten-Klick-Verkauf für die Generation Facebook mit Zuschlägen aller Art" (TV vom 21. Dezember):

Den Leserbrief von Herrn Grobe kann ich nicht unkommentiert lassen. Wahrscheinlich ist Herr Grobe mindestens 100 Jahre alt, wohnt zwei Straßen neben dem Theater und kennt einen Rechner nur vom Ansehen. Wenn er davor Angst hat, so sei ihm das verziehen, aber er darf nicht erwarten, dass alle anderen die gleiche Meinung haben sollen. Und was heißt hier Facebook-Generation? Ich bin 71 Jahre alt, werde im Februar, so Gott will, 72 Jahre alt und sehe den Umgang mit dem Rechner als Selbstverständlichkeit an. Übrigens, meine Frau ebenso. Ich bin erst vor zwei Jahren aus Dortmund zugezogen. Beim dortigen Theater und auch beim Konzerthaus habe ich mir am PC die Plätze ausgesucht, online bezahlt und zugeschickt bekommen gegen Gebühr. Deshalb habe ich mich doch sehr gewundert, als ich hier Karten für das Theater kaufen wollte - es war damals "My Fair Lady"- und gezwungen war, zur Kasse zu gehen. Da ich aus Bitburg komme, ist das doch eine ganz nette Entfernung. Denn telefonisch ging gar nichts. Und außerdem war die Öffnungszeit der Kasse gerade vorbei (Mittag). Also einen Tag später die gleiche Prozedur. Das macht keinen Spaß und verursacht nur unnötige Kosten. Wenn Herr Grobe gerne die Karten direkt an der Kasse kauft, vielleicht, da er sagt, dass das Kassenpersonal seine Kunden kennt, er sogar noch bevorzugt bedient wird, es sei ihm unbenommen. Und wenn er Angst vor dem PC hat, es gibt Seniorenkurse! Ich allerdings würde, wie bestimmt viele andere Theaterbesucher auch, gerne meine Karten online aussuchen und bezahlen. Manfred Bobek, Bitburg