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Leserbriefe
Toleranz, Vielfalt und Steine

Zur Berichterstattung über Demonstrationen im pfälzischen Kandel schreibt Hans Scheuern:

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen aus Kandel – der Täter war mutmaßlich ein Flüchtling aus Afghanistan – demonstrierten mehrfach islamkritische Organisationen, aber auch gemäßigte Gruppierungen. Vor gut drei Wochen folgten dann laut Volksfreund circa 2000 Menschen dem Aufruf des Bündnisses „Wir sind Kandel“ zu einer Gegendemo.

An dieser Veranstaltung nahm auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer teil, die dort zu „Toleranz und Vielfalt“ aufrief und sagte: „In unserem Land leben Menschen friedlich und tolerant zusammen, und wir wollen, dass das in Zukunft so bleibt.“ Die Toleranz und Vielfalt spielte sich sogleich hinter ihrem Rücken ab: Ganze Horden von linken Gewalttätern waren angereist, die sich weder an Toleranz noch an Gesetze und Auflagen hielten.
In Kandel wurden von diesen Vermummten sogleich Flaschen, Böller und Steine auf die Polizei geworfen. Dass durch diese Flaschen- und Steinwürfe schwerste Verletzungen und Schlimmeres verursacht werden können, wird von diesen Gewalttätern in Kauf genommen. Der TV bezeichnete sie in seiner Ausgabe vom 26. März lediglich als „Vertreter des linken Spektrums“. Interessant ist, dass diese Gewalttäter allgemein  von den Medien auch dann noch  lediglich als „linke Krawallmacher“, „linkes Spektrum“, „Autonome“, „linke Randalierer“ bezeichnet werden, wenn sie bereits schwerste Straftaten begangen haben. Man denke nur zurück an die Gewalt-Orgien von Linkskriminellen während des G-20-Gipfels im vergangenen Jahr in Hamburg. Eine regelrechte Verharmlosung des Geschehens wurde uns von den Grünen und Linken sowie einem Großteil der Medien aufgetischt. Zu Recht bezeichnet man die Hetzer gegen Ausländer oder die Brandflaschen-Werfer gegen Asyl-Unterkünfte als Rechtskriminelle. So sollte man aber auch die vermummten Steine- und Flaschenwerfer von Kandel (und von vielen anderen Demos) als Linkskriminelle bezeichnen.
Bezeichnungen wie „linkes Spektrum“, „Autonome“, „linke Krawallmacher“ kann man als Leser auch als Verdummungsversuch ansehen – oder als Toleranz gegenüber diesen Kriminellen. Etwas nachdenklich macht auch, dass sich kein Politiker unserer Landesregierung auf die Ausschreitungen von Kandel hin zu Wort gemeldet, diese verurteilt und sich auf die Seite der Polizei gestellt hat.
Man stelle sich den Aufschrei dieser Politiker (und natürlich auch der Medien) einmal vor, wenn diese Eskalation von Rechtskriminellen ausgegangen wäre.  Hier stellt sich die Frage: Sind Linkskriminelle bessere Kriminelle?

Hans Scheuern, Newel