Tosender Beifall

Kultur

Zum Artikel "Poesie auf der Drehleier" (TV vom 14. November):
Mit großer Verwunderung habe ich die Kritik über "Hesses Traum" zur Kenntnis nehmen müssen. Völlig unverständlich ist die Bemerkung, dass man nichts Neues erfahren hat über Hesse und sein Leben. Ich bin ein leidenschaftlicher Hermann-Hesse-Leser, schätze seine Werke, besonders seine Gedichte, und habe mit großer Bewunderung das Programm schon zwei Mal erleben dürfen. Das Verweben von Literatur und herrlicher Musik ist eine mir bislang in dieser Form noch nicht bekannte Konzeption, die ihresgleichen sucht. Auch die Auswahl der Gedichte und Texte ist ausgewogen und beschränkt sich nicht nur auf Gassenhauer, wie behauptet wird. Wie lassen sich sonst die selbst geschriebenen und akribisch recherchierten Texte Claudia Dyllas erklären? Und Langeweile kam in keiner Sekunde auf, wie denn auch, bei den so exzellent vorgetragenen Texten und Gedichten, bei der so wunderbar gespielten Musik. Bedauerlich auch, dass in der Kritik der großartig spielende Akkordeonist Stefan Reil mit keiner Silbe erwähnt wurde. Der tosende Beifall des Publikums hätte die Verfasserin des Nachberichts eines Besseren belehren sollen.
Tom Schols
Schöndorf