Total überfordert

Katholische Kirche

Zum Artikel "XXL-Pfarreien werden reich" (TV vom 23. Juni):
Es ist ja interessant zu erfahren, das die Vermögen der bisherigen Pfarreien den neuen XXL-Pfarreien übertragen werden.
Hiermit sollten sich die bisherigen Pfarreiräte intensiv beschäftigen und über die Folgen die jeweiligen Pfarrangehörigen kurzfristig unterrichten. In der sogenannten Resonanzphase, die bis Ende September 2017 dauert, sollen oder können die Gläubigen noch Änderungsvorschläge bezüglich des Neuzuschnitts der zukünftigen Pfarreienlandschaft machen.
Die Crux ist, dass der Fragebogen zum Teil sehr kompliziert formuliert ist, so dass vor allem die Älteren, die ja bekanntlich den Großteil der Kirchenbesucher stellen, damit total überfordert sind und erst gar nicht an der Abstimmung teilnehmen. Ich lebe und wohne seit 78 Jahren in Gonzerath im Hunsrück, und wir gehörten bis jetzt zur Pfarreiengemeinschaft Monzelfeld. Nach dem neuen Plan sollen wir zukünftig zur XXL-Pfarrei Hermeskeil gehören, während unsere bisherigen Nachbarn Monzelfeld, Longkamp, Kommen und andere zum Dekanat Bernkastel kommen. Wenn das so umgesetzt wird, werden in Gonzerath glaubensmäßig die Lichter ausgehen. Wird die katholische Kirche eigentlich von ihren Gläubigen oder von den Repräsentanten getragen?
Wenn niemand mehr zur Messe oder zu den Sakramenten geht, brauchen wir zukünftig auch keine Pastöre mehr.
Willi Gorges
Morbach-Gonzerath