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TV-Leserin Ulrike Möhn zu den Bauernprotesten

Lesermeinung : Mehr aus Verflechtungen achten

Bauernprotest

Zu den Protesten der Landwirte schreibt TV-Leserin Ulrike Möhn:

Schuld an der Not der Bauern ist eine seit Jahrzehnten verfehlte Agrarpolitik von CDU/CSU-Landwirtschaftsministern und -ministerinnen sowie die von den konventionellen Bauern gewählten, CDU/CSU-Bauernpräsidenten. Allen voran Herr Ruckwied mit seinen zahlreichen, gut dotierten Verflechtungen in die Agrar-Großindustrie. Das Motto hieß: „Wachse oder weiche“.

Die verheerenden, negativen Auswirkungen dieses Wachstums für Mensch und Tier, für Artenvielfalt, Natur und Umwelt, Klima und Gewässer dürfte spätestens jetzt auch dem letzten Ignoranten bewusst werden. Mit CDU/CSU in diesen für alle Menschen, auch für die Bauern , lebensnotwendigen Bereichen wird es kein Umdenken geben. Bauern haben ihre Böden kaputt gedüngt, sie produzieren durch ihre quälerische Massentierhaltung mehr Gülle als der Boden überhaupt aufnehmen könnte. Dem zu Folge müssen Klärwerke die Kosten erhöhen, somit bezahlt jeder Bürger in Deutschland den in der Agrar-Großindustie- und Agrochemie gut vernetzten Herrn Ruckwied. Als reiner Biokonsument möchte ich nicht durch höhere Wasserkosten einen Menschen wie Herrn Ruckwied finanzieren.

Vielleicht sollten in Zukunft auch die Bauern, die mit ihren Traktoren auf die Straße gehen, mehr auf die Verflechtungen ihrer Bauernpräsidenten achten und somit ihr eigenes Untergehen verhindern.