| 15:22 Uhr

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Über den Tellerrand hinaus schauen

Abfall

Zum Artikel „Der Müll und das liebe Geld“ (TV vom 3. April) schrieb und eine Leserin Folgendes:

Unsere Familie versucht, möglichst Müll zu vermeiden und vorhandenen Müll zu trennen. Da unser Haushalt aus drei Personen besteht, müssen wir eine 120-Liter- Restmülltonne benutzen. Durch die konsequente Trennung bleibt nicht mehr viel Restmüll übrig, so dass die Tonne auch nach vier Wochen nicht annähernd voll ist. Wo bleibt da die Motivation, Müll zu vermeiden? Bestimmte Sachen werden nicht beim Sperrmüll mitgenommen, zum Beispiel Elektroschrott, Teppichböden, Spiegel, Rigipsplatten und einiges mehr. Wir müssen diese zur Entsorgung nach Sehlem bringen, Fahrzeit eine Tour 40 Minuten.  Aus diesen Gründen kann ich nicht nachvollziehen, dass Landrat Gregor Eibes meint, wir hätten ein „Rund-um-sorglos Paket“. Ich verstehe darunter etwas Anderes. Die optimale Lösung wird es sicherlich nicht geben, aber andere Bundesländer sind andere Wege gegangen. Zum Beispiel in Bayern gibt es überall wohnortnahe Wertstoffhöfe, wo man als Privatperson alles mögliche  entsorgen kann und die Kosten über die Gebühren der Restmülltonne und Verwertung finanziert werden. Ich würde mir wünschen, dass die Verantwortlichen über ihren Tellerrand hinausschauen würden, Visionen hätten und realistische und praktikable Lösungen anbieten würden.


 Monika Müller, Traben-Trarbach