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Tiere: Übereifrig und verbohrt

Tiere : Übereifrig und verbohrt

Zum Leserbrief „Typisch Besserwisser“ (TV vom 18./19. Juli) und zu Berichten über die Rückkehr des Wolfs schreibt Fred Frenzel:

Die Meinung von Uta Petry kann man nur unterstreichen. Im Landestierschutzbeirat wurden uns die offiziellen Zahlen über Risse von Wölfen in Deutschland mitgeteilt: von 2018 zu 2019 eine Zunahme von 50 Prozent, insgesamt 1602 registrierte Vorkommnisse 2019. Das ist so nicht länger hinnehmbar, die Berichte von Nabu oder BUND sind einseitig und verharmlosend. Die Realität ist erschreckend, Deutschland ist kein „Wolfsland“, nur in einigen wenigen Arealen sind Wolfsrudel vertretbar. Die steigende Zahl der Rudel (plus 78) und der registrierten Wölfe (circa 850) ist besorgniserregend. Sicherlich ist der Wolf für den Menschen keine unmittelbare Gefahr, bei Nutztieren sieht das anders aus. Da kann das Raubtier zur Bestie werden, wenn man die Risse Dutzender Schafe erleben muss. Selbst vor Pferde- und Rinderkoppeln in Niedersachsen schrecken sie nicht zurück. Eine Reduktion auf 250 bis 300 Exemplare in Deutschland ist zwingend erforderlich, die restlichen Tiere müssten nach Russland oder Kanada verfrachtet werden, zumal der Wolf nicht von Aussterben bedroht ist. Das ist langfristig günstiger als die Ersatzzahlungen an die Halter von Nutztieren. Die übereifrigen, fehlgeleiteten und verbohrten Naturschützer halten an ihrer Ideologie fest, die Allgemeinheit sieht das mit überwiegender Mehrheit anders – und der Steuerzahler muss es richten.

Fred Frenzel, Eisenach, Mitglied im Landestierschutzbeirat