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Katholische Kirche: Üble Polemik, macht traurig

Katholische Kirche : Üble Polemik, macht traurig

Zum Leserbrief von Norbert Hinske unter der Überschrift „Tiefe Erschütterung“ über den vom ehemaligen Trierer Bischof Bernhard Stein möglicherweise vertuschten Missbrauchsskandal (TV vom 12. Februar) schreiben Agnes Gräser und Jens Ossadnik:

Norbert Hinske, emeritierter Professor der Philosophie, kommt als Wolf im Schafspelz daher; denn sein auf den ersten Blick harmlos erscheinender Leserbrief steckt voll übler Polemik, verborgen hinter Verklausulierung, doch leicht zu entlarven: als Bagatellisierung von sexuellem Missbrauch an Schutzbefohlenen durch den Vergleich mit der Verwendung eines verbotenen Düngemittels; als drohender Unkenruf: „Eine Umbenennungswelle rollt auf uns zu, wehrt sie ab, verhindert die Umbenennung!“; als vollkommene Ignoranz gegenüber der fundierten Begründung der Forderung nach Umbenennung; als untauglicher Versuch, abzulenken von den schwerwiegenden Folgen für die Missbrauchsopfer und Fokussierung auf die Folgekosten einer Umbenennung; als Versuch, den Trierer Stadtrat zu verhöhnen durch einen lächerlichen „Rat-Schlag“.

Wäre seinerzeit bekannt gewesen, das Bischof Stein eine justiziable Straftat vertuscht, den Straftäter geschützt und so Kinder gefährdet hat, wäre niemals ein öffentlicher Platz nach ihm benannt worden.

Agnes Gräser, Trier

„Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ – Noch nie war mir der Aufklärer Immanuel  Kant ferner als bei der traurig machenden Lektüre von Herrn Hinskes Leserbrief ...

Jens Ossadnik, Aach