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Abfall: Umständlich bis unmöglich

Abfall : Umständlich bis unmöglich

Zum Artikel „Biomüll stapelt sich und sorgt für stinkige Laune in der Region“ (TV vom 3. Januar) und weiteren Beiträgen zum Thema schreiben Klaus Geißler und Christiane Thomas:

Gratulation zu dieser ausführlichen Berichterstattung. Es ist tatsächlich eine Riesensauerei, die dem Bürger zugemutet wird!

Nicht nur, dass uns immer mehr Aufgaben aufgebürdet werden –  Biomüll-Entsorgung, Straßen/Fußwege von Dreck, Laub, Schnee räumen, Mülltonnen am Straßenrand bereitstellen (auch wenn der Weg weit ist) ... und demnächst wahrscheinlich noch das Anzünden der Straßenbeleuchtung?!

Aufgrund der Steuereinnahmen, die der Staat hat, und ständig steigenden Gebühren bin ich der Meinung, dass die Verlagerung von immer mehr Aufgaben auf die Anlieger/Bürger und die damit auch noch einhergehenden Kostensteigerungen eine Sauerei sind.

Und dann auch noch diese Erfahrung: Ich fahre als braver Bürger  mehrfach zum Bioabfall-Container im Ort, stelle jedes Mal fest, dass dieser überrandvoll ist und dass viel Müll auf dem Boden davor liegt. Freude kommt auf, wenn der Container im Nachbarort ebenfalls voll ist, und der Gedanke, seinen Bioabfall wie viele andere auch einfach davor zu deponieren, immer mehr Raum einnimmt. Okay, ich hab’s nicht gemacht, sondern bin mit der stinkenden Tonne im Auto von Mertesdorf bis Trier Hauptbahnhof gefahren und hatte dort Erfolg; während der Fahrt hatte ich Zeit, darüber nachzudenken, dass meine Müllgebühren 2020 erheblich gestiegen sind.

Was machen Menschen, die Bus fahren, wie bringen die ihren Biomüll weg?

Klaus Geißler, Mertesdorf

Ich stelle mir grundsätzlich die Frage, wie groß ist das Interesse des Zweckverbands ART am Biomüllsammeln wirklich!?

Es ist für die Bürger mehr als umständlich und wird manchen sogar unmöglich gemacht, ihren Biomüll ordnungsgemäß zu entsorgen. Wie sollen Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung und ohne Auto zum Container kommen? Am Container angekommen, steht man vor der (für manche unlösbaren) Aufgabe, den Container zu öffnen und seinen Müll zu entsorgen, ohne das Umfeld und/oder sich selbst zu verschmutzen.

Das ganze Prozedere ist für den Großteil der Bevölkerung ohnehin zu aufwendig, weshalb der Wertstoff Biomüll in der Restmülltonne entsorgt wird. In wessen Interesse wird hier gehandelt?

Ich persönlich trenne akribisch. Folge: Ich muss die Restmülltonne nur  sechs Mal rausstellen und brauche keine Plastikmüllbeutel mehr! Ich spreche mich auch gegen die gelben Säcke aus! Ein anderes, aber auch ein großes Thema. Für eine saubere Umwelt!

Christiane Thomas, Reil