Umwelt

Zu: "Wenn die Flut vor der Haustür steht" (TV vom 30./31. Juli):

Katharina Reiche vom Verband kommunaler Unternehmen erörtert die Probleme der Stark-regen. Nicht das Wetter ist schuld, wenn die Flut vor der Haustür steht. Schuld sind vor allem die Gemeinden! Als Satzungsgeber regeln sie nicht eine Benutzungsgebühr für die wahrscheinlich eingeleitete Menge an Regenwasser, bemessen nach der jeweils versiegelten Fläche eines Grundstücks. Stattdessen werden in Rheinland-Pfalz sogenannte wiederkehrende Beiträge für das Niederschlagswasser verlangt. Diese werden nach der Möglichkeit bemessen, das Grundstück baurechtlich zu nutzen. Das ist Fantasie angesichts der Ist-Bebauung und der versiegelten Flächen. Zur wahrscheinlichen Menge des eingeleiteten Regenwassers besteht nicht der geringste Zusammenhang. Infolgedessen fehlt für den Grundstücksbesitzer jeglicher Anreiz, Maßnahmen durchzuführen, damit das Regenwasser bereits auf dem Grundstück versickert oder für die Gartenbewässerung abgefangen wird. Die Benutzungsgebühr würde wie jeder Preis eine Lenkungsfunktion ausüben, sodass in der Gemeinde die Gesamtmenge des Regenwassers, die in das Kanalnetz geht, viel geringer wäre. Prof. Dr. Matthias Lehmann, Konz

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