Umwelt

Zum Artikel "Von Mopsfledermäusen, gelben Unken und Dicken Tresen" (TV vom 2./3. Februar):

Herzlichen Glückwunsch zu einer gelungenen Lobbyarbeit für die Windanlagenbauer und sonstige Anhänger von Großprojekten! "Hier hat die Natur Großprojekte blockiert", wird vollmundig aus der Seele des Redakteurs berichtet. Die Natur in ihrer Vielfalt ist schuld, dass Gemeinden, Waldbesitzer und Bauern nicht Kasse machen können. Mir kommen die Tränen! Mein Vorschlag: Schafft doch einfach die Natur ab, sie stört uns doch nur! Ein paar Meisen und Amseln können ruhig übrig bleiben, dass der Rest fehlt, haben eh nur einzelne Vogelkundler bemerkt. Nach dem Motto "Was der Bauer nicht kennt, braucht er auch nicht (zu schützen)". Klaus Buchen, Wittlich Ich muss meinem Unmut Luft machen. Es gibt alle möglichen Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, unter anderem auch die heimische Fauna zu schützen. Zum Beispiel gefährdete Käfer, Schmetterlinge, Fledermäuse, Frösche, um nur einige zu nennen. Doch wer schützt eigentlich unsere heimischen Singvögel? Marianne Lutz, Wasserliesch Werte Mitbürger, Natur- und Waldliebhaber, Brennholzmacher und Steuerzahler: Unser "Nationalpark Hunsrück" kommt. Direkt vor unsere Haustür. Wer hätte das gedacht? Spart euch das Reisegeld in die Serengeti oder zum Yellowstone noch etwa 30 Jahre, dann habt ihr ihn - zum Betreten nah, ungewöhnlich in seiner Wildheit, gewöhnungsbedürftig in seiner unberührten "natürlichen" Totholz-Vielfalt und über 10 000 Hektar groß. Aber eben ohne Tierwildheit, weil Luchs oder Wolf, in Jahren vielleicht einmal hier gesichtet, Tage später wahrscheinlich erschossen ... - es hätte ja ein streunender Hund sein können. Ebenso sollte die Chance nicht vertan werden, etwa 500 Millionen Euro, ohne die jährlich anfallenden Folgekosten von etwa nur fünf Millionen Euro, in ein Projekt für die Kinder unserer Kindeskinder zu investieren, die längs wohlbehütet und sozialarm, jedes für sich großgeworden ist, ohne Kita- oder Kigaplatz und einer nicht mehr zu überschauenden Last von Schulden auf den Schultern - dafür aber mit einem Zirkus voller Ameisen, Borkenkäfer, Blindschleichen und - ohne Brennholz. Was bringen uns 33 vorgesehene Arbeitsplätze im Nationalpark, wenn dafür 100 Arbeitsplätze verloren gehen? Wir haben seit Jahren bewirtschaftete Naturparks, die laut BUND an einer Vielfalt von Flora und Fauna kaum zu übertreffen sind, mit Wäldern, die Geld in die leeren Kassen bringen und nicht unnötig Geld kosten. Unsere schon eingerichteten 14 Nationalparks mit ihrer Landfläche von gerade mal 194 200 Hektar, deren Bestand nicht bestritten wird, halten die Geldgier korrupter Politiker im Sog der Holzindustrie und Viehwirtschaft in Südamerika nicht auf! Wir können wenigstens vor unserer Haustür die unnötige Geldverschwendung unserer Landesregierung, diesmal in Form eines Nationalparks, zu verhindern versuchen - zum Wohle unserer Kinder, ihrer Arbeitsplätze und der Infrastruktur, um nur einige Baustellen zu nennen. Franz Josef Ganz, Damflos