Umwelt

Zum Artikel "Kohlendioxid-Ausstoß weltweit so hoch wie nie" (TV vom 5. November):

Dass die wachsenden Ökonomien von Schwellenländern CO{-2}-intensiv sind, überrascht nicht. Der eigentliche Skandal ist die Feststellung, dass in Deutschland der CO{-2}-Ausstoß - im Gegensatz zu den diesbezüglich oft gescholtenen USA - gestiegen ist. War es das, was Herr Röttgen im Frühjahr großspurig mit "Wenn eine Nation das kann, dann wir" angekündigt hat? Wird das Ergebnis der von Landesvater Kurt Beck verkündeten Absicht, Rheinland-Pfalz zum (Öko-)Energieexporteur machen zu wollen, letztlich in CO{-2}-Export enden? Verkommt der Öko-Oberlehrer Deutschland nun vollends zum Klima-Schmutzfink unter den Indus trienationen? Im Juni dieses Jahres habe ich in einem Leserkommentar im TV die "Energiewende-Beschlüsse" von 2011, insbesondere mit Blick auf die ominöse Grenze von 32 GWh (Gigawattstunden) globalen CO{-2}-Ausstoßes, als Harakiri bezeichnet. Dieser Point of no Return dürfte dem Bericht zufolge mittlerweile überschritten sein, daher muss ich mich korrigieren: Die Ankurbelung klimaschädlicher Energiegewinnung (Kohle, Gas) ist kein bloßer Selbstmord mehr, sondern eine skrupellose, auf Populismus gegründete Attacke gegen die Lebensgrundlage kommender Generationen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Ziel einer langfristigen Umgestaltung der Energieversorgung in Richtung regenerativer Quellen ist in Ordnung, bloß der jetzt eingeschlagene Weg ist eine - ökonomische wie ökologische - Katastrophe. Fukushima wird eine tragische Episode bleiben, die "grüne" Klimademontage hingegen bleibendes Erbe, das unseren Enkeln die Lebensgrundlage entzieht. Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, beenden Sie diesen Klima-Irrsinn! Kehren Sie zurück zu der 2010 vorgestellten, durchdachten Konzeption, die Rolle rückwärts beherrschen Sie doch mittlerweile virtuos. Prof. Dr. Wolfgang Sendler, Trier