Abfall : Unbelehrbar

Zur Berichterstattung über Müll und Abfall schreiben Rita Ames und Bernd und Sanni Binder:

Zum Artikel „Zahlen die Hersteller bald für Plastikmüll?“ (TV vom 21. August):

Dass etwas in dieser Richtung passieren muss, müsste jedem einleuchten. Aber warum sollen die Hersteller dafür geradestehen? Ich denke, da sollte der Verbraucher zur Kasse gebeten werden. Wenn diverse Zeitgenossen zum Beispiel bei McDonald’s ihr Essen kaufen und die Verpackung anschließend zum Autofenster herauswerfen. Und tschüss. Irgend ein Depp wird es schon wegmachen. Da müsste man ansetzen.

Auf jedes Plastikteil zum Mitnehmen mindestens 50 Cent Entsorgungsgebühr drauf, und in Lokalen dürfte nur Glas und Porzellan verwendet werden. Diese Müllgebühr sollte auch für Pizzakartons und Einweg-Kaffeebecher gelten. Man kann ja auch eigene Behältnisse mitbringen.

Ebenfalls müsste auf alle Plastikflaschen Pfand erhoben werden und nicht nur auf einige wenige Wasserflaschen. Warum sind Säfte davon ausgenommen? Der Hersteller wirft nichts in die Landschaft, das machen die Verbraucher. Zu verstehen ist das nicht. Überall stehen Müllbehälter, und jeder hat auch einen zu Hause, es müsste eigentlich gar nicht sein, dass rechts und links der Straße der ganze Unrat liegt.

Ich selbst habe noch nie Müll einfach aus dem Fenster geworfen, und meinen Kindern habe ich das ebenfalls beigebracht.

Rita Ames, Zeltingen-Rachtig

Zum Artikel „Ist die regionale Biotüte schon wieder für die Tonne?“ (TV vom 26. August):

Ex-Landtagsabgeordneter Michael Billen scheint seit seinem Ausscheiden aus dem Landtag mit seiner Aussage zur „Madentonne“ jetzt wohl endgültig den Blick für die Realität verloren zu haben.

Denn seit der Einführung des Bringsystems mit der Biotüte, das ohne Rücksicht auf gute Entsorgung und mit dem Wissen um gravierende Erschwernisse für ältere oder behinderte Menschen, die den Weg zu den Sammelbehältern nicht antreten können, rücksichtslos von der Partei des Michael Billen durchgesetzt wurde, konnte sich jeder in den vergangenen Wochen einen Eindruck von den echten, abscheulichen „Madensammelbehältern“ auf den öffentlichen Plätzen verschaffen.

Aber ein unbelehrbarer Kreisbeigeordneter wird sich sicherlich nicht davon überzeugen lassen, welch positive Dienste die abgeschaffte und jetzt wieder für teure Zusatzgebühren zugelassene Biotonne in den all den vergangenen Jahren geleistet hat.

Bernd und Sanni Binder, Daun