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Gesundheit: Unbequem, aber notwendig

Gesundheit : Unbequem, aber notwendig

Zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie schreiben Martin Sievers, Ursula Wengenroth und Stefan Koch:

Zum Artikel „Verwirrung um Kitas und Schulen: Hingehen oder zu Hause bleiben?“ (TV vom 15. Dezember):

Die Öffnung der Kitas betreffend ist die Situation eigentlich ganz einfach. Die 14. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz spricht von „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“, der Elternbrief der Stadt Trier als Träger der Kita meines Kindes von „Betreuung nur in absolut besonderen Ausnahmefällen“. Verbunden ist das Ganze mit einem „dringenden Appell“, den „eigenen Betreuungsbedarf zu überprüfen und Alternativen zu schaffen“, um Kontakte „auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren“.

Ja, das fällt mir schwer, weil mein Kind sehr gerne in die Kita geht.

Ja, das bedeutet für uns als Eltern eine Einschränkung unserer beruflichen Tätigkeit und Tagesgestaltung. Ja, das ist unbequem, aber eben notwendig. Wir werden entsprechend handeln.

Wie man in Gesprächen mit anderen erkennen konnte, gibt es leider einige Eltern, die das Schlupfloch einer fehlender Nachweispflicht nutzen und ihre Kinder weiterhin zur Kita schicken werden, obwohl sie Alternativen hätten. An diese Eltern kann auch ich nur appellieren, die Situation ernst zu nehmen und ihren Beitrag zu leisten.

Martin Sievers, Trier

Hallo Frau Ministerpräsidentin, guten Tag, Frau Dreyer, schon mal darüber nachgedacht – auch Erzieherinnen und Erzieher sind Menschen, haben Angehörige, Kinder, Eltern, haben Angst vor Corona.

Großer harter Lockdown, die Kitas und Krabbelstuben bleiben offen.

Kleine Kinder können, ohne dass sie selbst Symptome zeigen, bei unvermeidbarem engsten Körperkontakt uns anstecken, unsere Gesundheit und unser Leben konkret bedrohen. Eine reale Erkenntnis, die offenbar an Ihnen vorübergegangen ist.

Hoffentlich ist es nicht die Aussicht auf das Wahljahr 2021, die Ihr Handeln bestimmt. Es wäre die Bankrotterklärung einer Regierungschefin, die für alle Bürger und Bürgerinnen in Rheinland-Pfalz, dazu gehören auch Erzieher und Erzieherinnen, in dieser Pandemie Verantwortung trägt. Wenn nicht, dann sollten es andere tun. Wer uns nicht im Blick hat, hat uns nicht verdient.

Ursula Wengenroth, Erzieherin, Trier

Zum Artikel „Lehrer klagen über veraltete Corona-Masken“ (TV vom 5./6. Dezember):

Die rheinland-pfälzische Kultusministerin Stefanie Hubig hat sich im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht aus § 87 Landesbeamtengesetz um das Wohl von Lehrern richtig bemüht. Besonders schnell, und zeitnah zur Pandemie, wurden bereits am 2. Dezember allen Lehrerinnen und Lehrern eine bis zwei FFP2-Gesichtsmasken vom Ministerium zugesandt.

Eine sehr fürsorgliche Maßnahme, mit nettem Anschreiben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Lehrer diese Masken zu ihrem und zum Schutz der Kinder selbst bezahlt. Was alle gern getan haben. Nur jetzt schon bis zu zwei Masken zu verschicken, die dann bis März 2021 ausreichen sollen, ist ein schlechter Witz. Eine Provokation.

Nichts zu tun, wie bisher, wäre für die Ministerin und auch das Ministerium besser gewesen.

Stefan Koch, Lieser