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Tiere: Unerträglich, diese Hetze

Tiere : Unerträglich, diese Hetze

Zur Berichterstattung und zu Leserbriefen über die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland schreibt Monika Schäfer:

Ich kann die Hetzkampagne gegen den Wolf nicht mehr ertragen: „Der Wolf gehört abgeschossen, niemand hat ihn vermisst“, heißt es. Dann das Argument, er töte Weidetiere. Wo sieht man bei uns noch Tiere auf der Weide? Ab und an mal ein paar Kühe, was auch selten geworden ist. Die leben ja mittlerweile in Massentierhaltung. Schafe sieht man hier in der Eifel ganz selten. Mein Schwiegersohn hat seine kleine Herde gerade aufgegeben. Nicht wegen des Wolfs, sondern weil es sich wirtschaftlich einfach nicht rechnet. Auch stehen Schafe gar nicht auf dem Leibspeisenplan der Wölfe, sondern Rehe, Wildschweine und Aas. Von denen gibt es in unseren Wäldern mehr als genug. Ich schaue im Fernsehen jeden Bericht über Wölfe. Der bekannte Förster  und Autor Peter Wohlleben sagt, das in unseren Wäldern Platz für den Wolf ist, er da auch hingehört und er ihn willkommen heißt!

Im Prinzip sind wir Menschen die Bestien. Wir werden so lange alles töten und ausrotten, bis nur noch wir selbst übrig sind. Es hat ja schon angefangen: Eisbären, Nashörner, Feldhamster, Bienen und Vögel … Warum können wir nicht friedlich mit der Natur zusammenleben, ohne einzugreifen? Höchste Zeit, mal darüber nachzudenken!

Übrigens: Die Kanadier heißen jeden Wolf willkommen, weil sie gelernt haben, dass die Wölfe sehr viel für die Natur tun; die blüht wieder auf, wo es Wölfe gibt.

Monika Schäfer, Uersfeld