Klima : Ungutes Gefühl

Zur Berichterstattung über die Klima-Politik schreiben Heinz Maes und Heinz Müller:

- Ein Präsident sagt, dass es keinen Klimawandel gibt. Das seien Phantasien von Spinnern. Derselbe Präsident denkt jedoch, dass es natürlich einen Klimawandel gibt, aber der interessiert ihn nicht und behindere nur sein Macht- und Profitstreben. Nach mir die Sintflut.

- Ein Wissenschaftler sagt, dass der Klimawandel nachweisbar und überall bereits spürbar sei. Es müsse so schnell wie möglich gehandelt und nicht mehr endlos diskutiert werden. Der Wissenschaftler denkt jedoch weiter, denn wenn er mit der ganzen Wahrheit herausrückte, müsste er sagen, dass das Klima über kurz oder lang umkippen kann, was eine globale Katastrophe wäre. Diese Aussage würde man ins Lächerliche ziehen und als Verschwörungstheorie abtun.

- Ein Wirtschaftsboss sagt, dass Industrie und Konzerne immer bereit standen, das Klima zu schützen, dass alles getan wird, was in ihrer Macht steht, aber dass das nur zu schaffen sei, wenn enorme staatliche Subventionen fließen. Er denkt daran, dass die Techniken bereits lange in den Tresoren lagern, dass aber die Fortschritte nur scheibchenweise auf den Markt kommen, damit bei jedem Schritt saftig abkassiert werden kann. Das sei soziale Marktwirtschaft im Kapitalismusstil, denn Klimaschutz muss ein lukratives Geschäft werden.

- Ein Politiker sagt, dass er immer schon für Klimaschutz war und ist. Er ist bereit, mit voller Kraft das Thema anzugehen und Milliarden Euro für den Umweltschutz einzusetzen. Das soll der große Wurf werden zum Wohle der Bürger. Er denkt aber an die nächste Wahl. Bei diesen Geschenken an die Bosse kann seine Partei entsprechende Spenden erwarten, und sein Posten nach der nächsten Wahl ist gesichert. Natürlich sind die Milliarden Euro die Steuern, das Geld der Bürger. So funktioniert Demokratie.

- Ein Bürger sagt, es ist gut, dass etwas passiert, aber er habe ein ungutes Gefühl. Das sagt er und denkt er.

Heinz Maes, Klausen

Alles ist gut, was der Erhaltung der Lebensbedingungen auf unserer Mutter Erde dient. Aber wenn den Menschen nicht mit gleicher Energie, wie Fridays for Future sich gegen die Klimaveränderung einsetzt, klar gemacht wird, dass das Bevölkerungswachstum im bisherigen Ausmaß unweigerlich in die absolute Katastrophe führt, dann können alle Klimaschutzpakete eingestampft werden, und es kann das gesamte Konsumverhalten wie bisher und noch mehr gepflegt werden.

Es sind schon viele Bildungsmaßnahmen zur Aufklärung hinsichtlich der eigenen Nachkommenschaft in Aktion. Allerdings sind sicher noch viele Schwierigkeiten mit Religionsgemeinschaften und anderen Traditionen zu überwinden, um die Verantwortung für die eigenen Familien zu stärken.

Heinz Müller, Trier