Wahlen: Unmögliches kann möglich sein

Wahlen : Unmögliches kann möglich sein

Zu den Artikeln über die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen schreibt Alfred Pelzer, Trier:

Die Ergebnisse bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen sind wegen des Abschneidens der AfD besorgniserregend. Italienische Parteien haben gerade einen Weg aufgezeigt, wie man rechtsgesinnte Populisten ausbremsen kann. Es schlossen sich Sozialdemokraten und Fünf-Sterne-Bewegung, die sich bisher nicht „riechen“ konnten oder wollten, zu einer Koalition zusammen. So haben sie den Rechtspopulisten Salvini verhindert. Jetzt wäre es bei uns an der Zeit, diesem Beispiel Sympathie abzugewinnen. Alle in die Landtage gewählten demokratischen Parteien beschließen eine Koalition, und die AfD sitzt allein in der Opposition. Dort würde sie doch kein Land mehr sehen. In fünf Jahren wäre damit der Spuk vorbei. Das kann nicht funktionieren? Doch. Bis vor 30 Jahren hat auch niemand an eine Wiedervereinigung geglaubt. Unmögliches kann doch möglich sein.

Parteien, die Rechtspopulisten einer einzigen Partei mit 23  oder 27 Prozent  in den Reihen ihres Parlaments sitzen haben, sollten willens sein, über den Schatten ihrer jeweiligen Parteibücher springen zu können. Zum Wohle des Volkes. Natürlich wäre das revolutionär, aber es wäre eine vernünftige, rechtlich korrekte und gelebte Demokratie. Eben wie 1989, als unser Land demokratisch und friedlich zusammenkam.

Sonst sind Zustände, wie sie in einigen Ländern um uns herum modern geworden sind, auch in Deutschland möglich: Einschränkung der Pressefreiheit und der Justiz.

Haben wir alles schon einmal gehabt, aber wir haben scheinbar nicht viel daraus gelernt. Ein heutiges Weiter so wird sich in ein paar Jahren als falsch erweisen.

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