Theater: Unsägliche Unsitte

Theater : Unsägliche Unsitte

Zur Berichterstattung über das Theater Trier schreibt Manfred Rudolf:

Im Kino ist es gang und gäbe, dass während der Vorstellung getrunken und gegessen wird. Im Kino erworbene Speisen und Getränke werden während der Vorstellung konsumiert. Egal, immer und überall meint man heutzutage, essen und trinken zu müssen/zu dürfen. Es scheint, einige Theaterbesucher wissen nicht, wo sie sind und wie man sich in einem Theater zu benehmen hat.

Regelmäßig gehen wir ins Theater Trier. Uns ist wiederholt aufgefallen, und es ärgert uns ungemein, dass die unsägliche To-go-Unsitte auch das Theater Trier erreicht hat. Wie kann es sein, dass Besucher sich während einer Vorstellung über ihre mitgebrachten Speisen und Getränke hermachen, essen und trinken wie es und was ihnen gefällt?! Bei unserem letzten Besuch „Pariser-Leben“ am 27. Januar saßen zwei Personen vor uns, die ihren Sekt samt Gläsern mitgebracht hatten. Wie zu erwarten, blieben natürlich die Reste des Gelages als Müll für die Putzfrauen zurück. Es stört und lenkt derart vom Geschehen auf der Bühne ab, ansehen zu müssen, wie Besucher mit essen und trinken beschäftigt sind, statt sich auf die Vorstellung zu konzentrieren. Es ist auch eine Zumutung, beim Verlassen der Vorstellung über diesen zurückgelassenen Unrat anderer Leute steigen zu müssen. Wir dachten, essen und trinken sei im Theater während der Vorstellung nicht erlaubt. Wenn dem so ist, sollte man darauf hinweisen und das Verbot auch rigoros durchsetzen.

Manfred Rudolf, Föhren

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