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Unseliges Hin und Her um die Biotonne

Leserbrief : Unseliges Hin und Her um die Biotonne

Biotonne

Zum Artikel „Trotz Komposter für Bio-Tonne zahlen“ (TV vom 21. Februar):

Leider ist zu befürchten, dass Karl Hüppeler von der Bürgerinitiative „Mehr Bürgerwille“ recht behalten wird: Unter den inzwischen bekannten Rahmenbedingungen für eine Wiedereinführung der Biotonne im Landkreis Vulkaneifel dürfte dafür sicher keine Mehrheit gefunden werden. Denn die politisch Verantwortlichen und die ART kennen wieder einmal nur den zusätzlichen Griff in den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger. Im Falle eines „Ja“ beim Bürgerentscheid am 1. Juni drohen durchschnittlich 28 Prozent höhere Müllgebühren, und das für jeden, ohne Ausnahme für Selbstkompostierer.

Selbst schuld, wenn man unbedingt die haushaltsnahe Tonne wieder haben möchte. Und die, die weiterhin lieber den Weg mit der Tüte zum Sammelcontainer gehen wollen, die haben dann eben Pech gehabt.

Ob man den Zweckverband ART als „Abzocker“ bezeichnen kann oder darf, bleibt dahingestellt. Schließlich erfüllen er und sein Chef nur den politischen Auftrag der ihn gemeinsam betreibenden vier Landkreise und der Stadt Trier.

Man hat sich bei der Abfallentsorgung in ein System verrannt, das in der gesamten Bundesrepublik mehr verlacht wird, als dass es Nachahmer findet. Das unselige Hin und Her um die Biotonne geht bereits von Anfang an nur zulasten der Bürgerinnen und Bürger.

Aus meiner Sicht ähnlich skandalös läuft die Entwicklung bei den Grüngut-Sammelstellen. Aber das ist ein anderes Thema. Gleich bleibt, dass man sieht, wer – zumal demokratisch legitimiert – am längeren Hebel sitzt.