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Ursula Rogers: Und was ist mit den Rentnern?

Leserbrief : Und was ist mit den Rentnern?

Entlastungen

Zum Artikel „So entlastet der Bund seine Bürger“ (Trierischer Volksfreund vom 28. April) und anderen:

Ich habe gehört, dass die Bundesregierung ein paar Erleichterungen plant, für Arbeitnehmer, Hartz-IV-Empfänger, für Spritkosten ... Rentner kommen grundsätzlich nicht vor. Ein wenig polemisch möchte ich sagen: Was haben es die Rentner doch gut! Die haben ja auch keine höheren Kosten.

Sie brauchen kaum mal  Lebensmittel, Versicherungen, Medikamente, Anschaffungen, Sprit ... Sie sind weder Mieter noch Hausbesitzer, haben also keine Probleme mit den extrem hohen Energiepreisen, unter denen alle anderen leiden. Auch beim Neun-Euro-Ticket höre ich nichts davon, dass es auch für Rentner gelten soll. Das haben sie wohl auch nicht nötig, denn „die Rente ist sicher“. Stimmt, allerdings wurde nie etwas über deren Höhe gesagt. Welche Bank gibt einem Rentner Zigtausend Euro, um sein Haus mit erneuerbaren Energien zu versorgen? Wie kommt ein Rentner, der auf dem Dorf ohne jede Infrastruktur lebt, zum Supermarkt/zum Arzt/zu Behörden ...? Infrastruktur in größeren Städten – kein Problem, aber auf dem Land?

Unsere Politiker sind meiner Meinung nach schon reichlich weit vom normalen Volk entfernt und können sich gar nicht vorstellen, von wie wenig manche Leute leben müssen. und die Aussichten? Na ja ...

Das Problem wird höheren Orts überhaupt nicht erkannt, die Gießkanne kann ja auch nur eine bestimmte Menge an Wohltaten übers Volk ausschütten. Wäre gut, wenn man die gesamte Bevölkerung dabei berücksichtigte.