Katholische Kirche: Verhöhnung der Opfer

Katholische Kirche : Verhöhnung der Opfer

Zu einem Leserbrief unter der Überschrift „Warum diese Aufregung?“ (TV vom 27. November) schreibt Maria Leiff:

Beim Lesen der Zuschrift von Angela Dost-Petry war ich fassungslos. Fassungslos über die Meinung der Leserin, dass Missbrauchsopfer ihren Peinigern doch verzeihen sollten. Zitat: „[...] denn sie wissen nicht, wussten nicht, was sie getan“. Frau Dost-Petry, die Täter wussten und wissen genau, was sie tun und was sie getan haben! Ihre Ansicht ist eine Verhöhnung der Opfer! Es ist schon schlimm genug, dass von Verantwortlichen geleugnet, vertuscht wurde und wird ...

Hat jemals ein Priester/Pater, der sich an Kindern vergangen hat, um Verzeihung gebeten? Hat man jemals die Bezüge, Pensionen der Täter benutzt, um Opfer zu „entschädigen“, Therapien zu bezahlen? Die Opfer leiden lebenslänglich. Ihre Seelen wurden zerstört; eine Chance auf ein normales Leben wurde Ihnen genommen. Alle, die sich an Kindern, Jugendlichen vergehen, werden in meinen Augen viel zu milde bestraft. Das einzige, was wohl „mildernd“ wirken kann, ist die Tatsache, dass manche Täter selbst Opfer waren.

Maria Leiff, Üxheim-Leudersdorf