Politik: Veritable Trump-Neurose

Politik : Veritable Trump-Neurose

Zum Kommentar „Trump hat Hass gesät und Hass geerntet“ (TV vom 6. August) schreibt Horst Gläser:

Der Leitartikel von Friedemann Diederichs ist journalistisch wirklich außerordentlich schlecht. Bei allem Entsetzen über die Morde in El Paso und Dayton kann der Autor nicht behaupten, das diese Taten dem „Hass-Präsidenten-Trump“ geschuldet sind. Er nennt es zwar nicht so, aber es kommt deutlich genug durch, das er es so verstanden wissen will: Trump ist an diesen Morden schuld. Oder zumindest seine Haltung. Auch die Headline sagt das deutlich.

Jeder weiß, dass das falsch ist. Diese Taten sind grausam und unverständlich. Aber Trump hat damit nichts zu tun. Amerika hat in dieser Hinsicht leider eine traurige Tradition, wie auch Friedemann Diederichs ganz genau weiß. In den USA gibt es durchschnittlich vier solcher  Massaker im Jahr, es waren 16 während der Amtszeit des Präsidenten Barack Obama. Wie erklären Sie das nun, Herr Diederichs? Die entscheidenden Fakten lassen Sie aus, da Ihr einziger Gedanke „Trump, Trump und nochmal Trump“ ist. Da scheint mir doch eine veritable Trump-Neurose entstanden zu sein. Wenn politischer Journalismus nur noch Trump-­Bashing betreibt, können wir gerne darauf verzichten. Vielleicht ist Trump ja tatsächlich nicht an allem Unheil der Welt schuld. Wir Deutschen hätten ihm da schon noch eine ganze Menge voraus …

Horst Gläser, Sankt Thomas

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