Verkalkuliert

Zur Krise in der Auto-Industrie meint dieser Leser:

Die Autokrise haben die Hersteller selbst mit zu verantworten. Es mussten Autos über den Bedarf produziert werden, damit Manager hohe Prämien abkassieren konnten. Die Folge war Preisverfall, in Deutschland größeres Händler-Sterben; verbleibende wurden ständig unter Abnahmedruck gesetzt.

Rücksichtslosigkeit auf allen Ebenen. Eine Überheblichkeit ohne jegliches Gespür für Verhältnismäßigkeit.

Die Verlustsummen aus dem Zukauf anderer Marken - man spricht bei Mercedes von 14 Milliarden Euro für Chrysler und bei BMW von acht Milliarden Euro für Rover - hätten sicherlich gereicht, um dem Käufer manche Preiserhöhung in den letzten Jahren zu ersparen.

Aus der Überproduktion entstand der Gedanke der Abwrackprämie. War es die Top-Lobby der Hersteller, die hier zu ihren Gunsten Einfluss nahm? Die Folgen hieraus werden sich jedoch im Winter 2009 und im Frühjahr 2010 als nächstes Problem darstellen.

Staatshilfen und Subventionen gehen in der Regel zulasten des steuerzahlenden Bürgers.

Wann endlich werden unsere Politiker dies verstehen und handeln, wie bei ihrem Amtsantritt zugesichert, "zum Wohle des Bürgers"!?

Heinz Juli, Wittlich

wirtschaft