Verkehr

Zum Artikel "Motorradsaison startet: Jetzt steigt die Unfallgefahr auf den Straßen" (TV vom 2. April):

Dass "Motorradfahrer Opfer von Autofahrern" (Zitat aus dem Artikel) werden, kann ich nicht ohne Einwand stehen lassen. Viele Autofahrer haben einfach Angst, wenn bei Frühlings- und Sommerwetter Motorräder wie Heuschrecken über die Straßen brausen. Meistens in größeren Gruppen. Einer überholt, der Zweite und Dritte auch noch schnell. Die Kurve in 30 Metern Entfernung spielt keine Rolle: Der Autofahrer wird genötigt und macht Platz! Es hilft auch nichts, wenn die Landesregierung Maßnahmen zum Schutz der Motorradfahrer ergreift. Erst einmal muss das soziale Verhalten vieler(!) Zweiradfahrer sich ändern. Ich habe noch keinen Schönwetterfahrer erlebt, der sich an Geschwindigkeitsbeschränkungen hält. In geschlossenen Ortschaften 50 km/h? Pustekuchen! In Kurven, in denen 70 erlaubt sind, denk nicht dran! Überholverbot gilt für Fahrer von Motorrädern nicht! 100 bei Lärmschutz auf der Autobahn?! Auf die Frage, ob 50 km/h in Ortschaften für sie nicht gelte, bekam ich von einem Fahrer die Antwort: "Es ist nicht möglich, eine schwere Maschine bei 50 Sachen zu halten." Okay, verstehe ich. Aber bei 40 bis 60 km/h wird das doch wohl möglich sein. Oder was lernen angehende Fahrer in der Fahrschule? Und wenn er das nicht kann: Fahrerlaubnis weg. Wie alle Verkehrsteilnehmer haben auch Motorradfahrer Verantwortung gegenüber anderen Teilnehmern, nicht zuletzt sich selbst und ihrer Familie gegenüber. Kontrollen auf den beliebten "Rennstrecken" an Wochenenden würden die Kasse klingeln lassen. Liebe Rennfahrer, der Sommer gehört allen. Wir alle freuen uns über Ausflüge ins Grüne. Aber bitte, haltet euch an die Regeln, die für euch, uns Autofahrer, Fußgänger und unsere Kinder gemacht wurden. Kommt mal runter vom hohen Ross und lasst das PS-Geprotze. Dann ist uns allen geholfen. Wem die Einsicht fehlt, Pech und sorry, da fehlt mir dann das Mitleid, wenn es zu spät ist. Alfred Pelzer, Trier

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