verkehr

Zur Berichterstattung über die Autobahn A1 (TV vom 26. August):

Meinung

Aus Prinzip dagegen
Die grünen Artenschützer in Mainz haben vor lauter Eifer eine Art vergessen: die Menschen, oder jedenfalls die, die jedes Jahr auf der B 51 sterben. Sie haben aber auch noch andere eigentlich grüne Anliegen vernachlässigt: zum Beispiel die Umweltentlastung, die sich durch die Abkürzung nach Köln ergeben würde, und dadurch, dass zahllose Brems- und Beschleunigungsvorgänge von Tausenden von Lastwagen auf der Bundesstraße entfallen. Offenbar wurde auch keine Minute darauf verwendet, sich die Topografie vor Ort anzusehen. Dabei hätte man nämlich festgestellt, dass ein Ausbau auf rheinland-pfälzischer Seite viel dringender ist als in Nordrhein-Westfalen, wo man auf der L 115 schon jetzt sehr zügig vorankommt - aber eben nur bis zur Landesgrenze. Abgesehen davon werden auch finanzielle Aspekte nicht berücksichtigt, denn durch diese 25 Kilometer Autobahnneubau könnte man für die fünffache Strecke, nämlich von der Ausfahrt Trier bis zur Ausfahrt Blankenheim, Lastwagen-Maut kassieren. Aber rationale Erwägungen haben bei dieser neuen Kehrtwende wahrscheinlich gar keine Rolle gespielt. Vermutlich geht es darum, nach der "Niederlage" beim Hochmoselübergang den Hardlinern einen "Sieg" zu präsentieren. Ich selbst habe im März übrigens auch grün gewählt. Andreas Krüger, Konz

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