VERKEHR

Zur Diskussion über ein Tempo-80-Limit auf Landstraßen sowie zum Pro und Kontra "Menschenleben wichtiger" und "Es reicht mit dem Regulierungswahn" (TV vom 30. Januar):

Herr Schwickerath war offensichtlich noch nie Zeuge oder Ersthelfer bei einem schweren Verkehrsunfall. Das wünsche ich ihm auch nicht. Wer aber wie ich erlebt hat, wie zwei junge Menschen trotz aller Bemühungen einen sinnlosen Tod auf der Landstraße sterben, der wird für Tempo 80 plädieren. Die Bilder gehen nie mehr aus dem Kopf, obwohl Jahre vergangen sind. Die Unfallstelle auf der berüchtigten B 51 ("Bitburger") bleibt ein Mahnmal. Frau Hammermann hat recht: Was ist ein Menschenleben wert? Doch sicher mehr als "freie Fahrt für freie Bürger"! Dr. med. Margarethe Huschens, Trierweiler Grundsätzlich stimme ich Frau Hammermann zu. Viele Autofahrer scheren sich nicht um Tempolimits oder Überholverbote. Das ist Fakt. Ich selbst habe seit Juli 1998 den Führerschein, hatte noch nie einen Unfall und wurde auch noch nie geblitzt. Ich fahre auch gerne schnell, keine Frage. Aber auf schmalen, schlecht ausgebauten Landstraßen und bei schlechtem Wetter fahre ich von selbst langsamer. Das Problem ist der Kopf. Wenn alle oder viele ihr Hirn hinterm Steuer einschalten, dann bringt das mehr als alle Tempolimits. Thorsten Jodes, Gutweiler