Verwaltungsreform

Zum Artikel "Effizienter arbeiten und dabei sparen" (TV vom 28. Juni):

Im Rahmen der Reform der rheinland-pfälzischen Verwaltung müssen Finanzbeamte plötzlich von Prüm nach Wittlich fahren. Dies ist für die Betroffenen sicher kein Spaß. Durch Schließung von Polizeidienststellen im Zuge der Reform müssen Polizeibeamte plötzlich von Schifferstadt nach Enkenbach fahren. Auch dies ist kein Spaß. In allen öffentlichen Bereichen wird gespart auf Kosten derjenigen, die sich nicht wehren können. Nur in einer Behörde, wie jetzt durch Mitarbeiter des Katasteramtes bekannt wurde, kommen die Betroffenen mehr als günstig davon. Bei der Schließung des Katasteramts in Wittlich soll es angeblich Absprachen geben, nach denen die dort beschäftigten Beamten nicht einfach zu einer anderen Dienststelle versetzt werden, wie es in anderen Bereichen (z. B. Polizei) Normalität ist, sondern in den Ruhestand versetzt werden. Es soll Fälle geben, in denen Beamte des Katasteramtes Wittlich fünf Jahre früher den Ruhestand antreten dürfen - und das ohne Abzüge bei der Pensionsberechnung. Wenn dem so sein sollte, ist es eine eklatante Ungleichbehandlung innerhalb der rheinland-pfälzischen Verwaltung. Insbesondere, da Polizeibeamte und Beamte der Katasterämter dem gleichen Ministerium unterstehen. Wenn ein Polizeibeamter nach 35 Jahren Schichtdienst zwei Jahre vor Ende seiner Dienstzeit wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand muss, bekommt er Abzüge von seiner Pension. Ein Katasterbeamter, der wegen Dienststellenschließung in den Ruhestand gehen darf, bekommt keine Abzüge. Wer versteht das? Klaus Hees, Greimerath