Viele Deutsche sind zu faul, ihr Passwort zu wechseln

Viele Deutsche sind zu faul, ihr Passwort zu wechseln

Berlin. (red) 41 Prozent der Deutschen wechseln nie ihre Passwörter für Online-Konten, E-Mail-Postfächer und Internet-Seiten. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom.

Nur wenige Internet-Nutzer folgen der Experten-Empfehlung, wichtige Passwörter mindestens einmal im Quartal zu ändern. Das sei fatal, denn Kriminelle versuchten verstärkt, die digitale Identität von Nutzern anzugreifen und Informationen zu Benutzerkonten und E-Mail-Passwörter, aber auch persönliche Steckbriefe zu sammeln. Selbst wenn die Zugangsdaten geändert werden, gilt es, ein paar Faustregeln zu beachten. Ein Passwort im Stile von "1234" oder der eigene Vorname kann deutlich leichter geknackt werden als eine Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben mit Ziffern und Sonderzeichen, so Bitkom.

Im Altersvergleich zeigt sich, dass viele junge Menschen sich der Problematik eher bewusst zu sein scheinen. Bei den bis 29-jährigen ändern 27 Prozent ihr Passwort mindestens quartalsweise. Bei den Senioren sind es dagegen nur noch vier Prozent. Insgesamt 18 Prozent verwenden überhaupt keine Passwörter oder machten keine Angaben. Die Experten gehen von zwei Gründen für die Faulheit beim Passwortwechsel aus: Arglosigkeit und die Angst, das neue Passwort zu vergessen. Deshalb raten sie, sogenannte Passwortsafes einzusetzen. Das sind Programme, die auf einem gesicherten Bereich der Festplatte oder einem Wechseldatenträger gespeichert werden. Sie vergeben automatisch sichere Passwörter. Der Vorteil für den Nutzer sei dabei, dass er sich nur noch ein möglichst sicheres Hauptkennwort merken müsse, so die Experten.