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Tourismus: Viele Fragen, aber kein Problem ...

Tourismus : Viele Fragen, aber kein Problem ...

Zum Artikel „Trierer sagt Airbnb den Kampf an“ (TV vom 5. Februar) schreibt Beatrix Peters:

Hier wird nochmals das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Um Fehl­entscheidungen der Vergangenheit (Verkauf von stadteigenen Wohnungen und Häusern) auf private Vermieter abzuwälzen, sollte der Trierer Stadtrat vernünftig prüfen, ob es Sinn macht und auch Erfolg bringt, eine solche Verfügung zu erlassen.

1. wird hier das Grundrecht auf Eigentum (und dessen Verwendung) stark eingeschränkt.

2. wird ein solcher Eingriff nicht die Sicherheit geben, dass Wohnraum dauerhaft vermietet wird.

Denn viele private Vermieter, die  zum Beispiel über Airbnb anbieten, stellen lediglich ein Zimmer zur Verfügung, das sich für normale längerfristige Dauervermietung nicht eignet. Ebenso scheuen mittlerweile viele Vermieter die dauer­haften Mieter, da diese, sind sie einmal im Haus, nicht mehr gekündigt werden können.

Viele Vermieter benötigen dieses Geld, um eventuell die Rente aufzufüllen oder die Hauskosten zu minimieren oder Hausreparaturen zu finanzieren!

Wenn nur 0,09 Prozent der Wohnungen in Rheinland-Pfalz über Airbnb angeboten werden, kann doch nicht von einem Problem gesprochen werden, welchem der Kampf angesagt werden muss!

Fragen über Fragen: Was macht die Tourist-Info mit den angebotenen Wohnungspartnern? Kann jeder Reisende die teuren Hotelkosten in Trier zahlen? Ergebnis einer solchen Reglementierung könnte ein Rückgang der Touristen sei. Wer zahlt die Mehrarbeit in der Verwaltung? Sind das dann wieder die Vermieter, so wie bei der Bettensteuer? Hier sind viele Ungereimtheiten. Warum nicht alles so lassen, wie es ist, und wichtigere Themen angehen?

Beatrix Peters, Trier