Viele Wege, ein Ziel

TRIER. (-art) Wir laden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zum Dialog ein. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Das Motto: Leser fragen – die Chefredaktion antwortet.

Helga Theisen-Weiser aus Trier schreibt: Mit Befremden habe ich in der Kreuz-Debatte Ihren Aufruf zur Stellungnahme per E-Mail gelesen. Sie sind also der Meinung, dass nur Internet-Nutzer zu aktuellen und brisanten Themen ihre Meinung sagen sollten? Das ist eine Diskriminierung aller, die - aus welchen Gründen auch immer - keine E-Mail schicken können. So wird öffentliche Meinung manipuliert. Sehr geehrte Frau Theisen-Weiser, besten Dank für Ihre Zuschrift. Sie haben völlig Recht: Nicht alle Leser haben die Möglichkeit, sich per E-Mail äußern. Daher gibt es nach wie vor das Angebot, Leserbriefe zu schreiben. Und diese Chance wird ja auch prächtig genutzt! Der kleine Haken: Per Post dauert es immer etwas länger, bis zur Veröffentlichung ein paar Tage, oft eine Woche, manchmal sogar noch länger. Weil uns - und den Lesern - bei manchen Themen eine schnelle Reaktion wichtig ist, haben wir als zusätzlichen "Kanal" bereits vor einigen Jahren das "Leser-Echo" erfunden. Dank der schnellen Übermittlung per E-Mail können Meinungsbeiträge bereits am nächsten Tag abgedruckt werden. Diese Aktion ist übrigens mit einem renommierten Journalisten-Preis ausgezeichnet worden, weil sie zum Zeitpunkt der Einführung in Deutschland einmalig war. Inzwischen haben viele Zeitungen den TV kopiert und ähnliche Aktionen gestartet. Wie gesagt: als zusätzliches Instrument, um Meinungen einzufangen. Die Beiträge im "Leser-Echo" sind spontan, sehr zugespitzt, sehr schnell im Blatt. Etwa die Hälfte der TV-Leser hat einen Internet-Anschluss und kann sich daran beteiligen. Wer nicht über die entsprechende Technik verfügt, ist nicht ausgeschlossen. "Normale" Leserbriefe bieten die Chance, sich tiefschürfender und umfassender mit einem Thema zu beschäftigen - nur eben mit einiger Verzögerung. Etwa die Hälfte der in den vergangenen Wochen abgedruckten knapp 100 Zuschriften zur "Kreuz-Frage" sind per E-Mail eingegangen, der Rest per Post oder Fax. Das Meinungsbild dürfte repräsentativ sein und ist keineswegs manipuliert. Als dritten Weg neben "Leser-Echo" und "Leser-Brief" gibt es zudem hin und wieder Telefon- (und Online-)Abstimmungen. Diese Variante kommt zum Einsatz, wenn besonders konträre Fragen diskutiert werden, zum Beispiel die Ladenschlusszeiten. Die Redaktion ist sehr daran interessiert, viele Stellungnahmen von Lesern zu erhalten und abzudrucken. Niemand ist von der Meinungsbildung ausgeschlossen. Wir bemühen uns lediglich, die Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion voll auszuschöpfen - im Sinne der Leser. Ich wünsche Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende Peter Reinhart, stellvertretender Chefredakteur Fragen zur Zeitung? Lob, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie uns. E-Mail: forum@volksfreund.de Fax: 0651-7199-409 Brief oder Postkarte: Trierischer Volksfreund, Forum Hanns-Martin-Schleyer-Str. 8 54294 Trier