Vom Supergau bedroht

Vielleicht habe ich es übersehen, aber ich habe nach dem Rotorunfall einer Windkraftanlage bei Mehring keinen Leserbrief "Pro Windkraft" finden können. Es hätte ja jemand umkommen können, wenn noch einige schlimme Faktoren dazu gekommen wären.

Ich will mich nicht lustig machen über die Gefahr, die tatsächlich von dem Windradunfall ausgegangen ist. Hätte es einen Verletzten oder gar Toten gegeben, ich wäre unter den ersten, der dies tief bedauert und betrauert hätte. Jede Technik ist andererseits leider mit krankmachenden oder tödlichen Gefahren belastet. Beispiele: Auto, Flugzeug, Schiff, jede Maschine. Ich hoffe, dass die Windkraft-Unfälle Anlass sind, entsprechende Änderungen in die Technik einfließen zu lassen. In der TV-Ausgabe vom 16./17. Dezember haben die Leser Hellenbrand, Kluge und Staudt einmütig die "schrecklichen Gefahren", die im Besonderen von Windrädern ausgehen sollen, angeprangert. In dem Zusammenhang muss ich mich wundern, dass die unglaublichen Zahlen der Verstorbenen, schwer Erkrankten, der Fehlgeburten wegen Unfällen in Atomkraftwerken von den Windkraftkritikern nicht erwähnt werden, und dass die Luftverschmutzung durch Kohle- oder Ölkraftwerke mit kaum berechenbaren Folgen für die Zukunft der Menschheit diese Leute nicht erschüttert. In unserer unmittelbaren Umgebung wären Menschen vorwiegend in Luxemburg und Deutschland bei einem Atom-Supergau durch die Anlagen in Cattenom von Verstrahlung bis hin zum Tod bedroht. Unsere Heimat, unsere Wohnungen und Häuser wären nicht mehr bewohnbar. Wasser, Wind- und Sonnenenergie, vielleicht eines fernen Tages die Kernfusion, sind die Alternativen. Dieter Häusler, Trierweiler-Sirzenich