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Leserbrief : Von einer Bahnverbindung profitieren alle

Leserbrief : Von einer Bahnverbindung profitieren alle

Eifelquerbahn

Zu unserem Bericht „Neue Hoffnung: Es gibt zwei Interessenten für die Eifelquerbahn“ (TV 27. April) und weitere Artikel zum Thema schreibt dieser Leser:

Wenn ich alles richtig verstanden habe, möchte man die Eifelquerbahn zur Verbesserung der Lebenssituation und der Zukunftsfähigkeit der anliegenden Ortschaften reaktivieren. Dies ist eine gute zukunftsweisende Zielsetzung. Dieses jedoch wurde bisher trotz eines entsprechenden Beschlusses durch den SPNV-Nord im Jahr 2012, durch das Land verweigert.

Damit die Infrastruktur der Bahn nicht von der Vegetation überwuchert wird, hat man nun beschlossen, die Bahnstrecke zu kaufen und hierauf einen Radweg zu etablieren. Alles unter der Prämisse nichts an der Trasse zu zerstören, um eventuell doch noch den Bahnbetrieb wieder zu etablieren. Doch dieses ist, trotz der Erwartung einer großzügigen Förderung durch das Land, nicht zum „0-Tarif“ zu bekommen. Die Kosten sind noch nicht abschätzbar. Da ja auch die Unterhaltung des Radwegs kostet. So ist es sehr wahrscheinlich das die Kosten hierzu auch etwa bei den besagten 3,6 Millionen Euro  liegen.

Gleichzeitig steht jedoch das Angebot der Landesregierung, einen Touristischen Verkehr auf besagter Strecke zu etablieren. Hierbei sollen sich alle angrenzenden Gebietskörperschaften mit 3,6 Millionen Euro beteiligen. Dieser Betrag ist einmalig, alle anderen Kosten übernimmt das Land. Die Infrastruktur wäre gepflegt und die anliegenden Gemeinden könnten durch den Tourismus auf der Bahnstrecke in jeder Saison steuerliche Einnahmen generieren. Positiver Nebeneffekt wäre das auch, dass wieder Güterverkehr möglich wäre. Holz könnte beispielsweise wieder über die Schiene transportiert werden.

Ab 2020 soll der Güterverkehr auf der Bahn gefördert werden. Eine Reaktivierung des Regelverkehrs wäre unter diesen Umständen wesentlich einfacher und vor allen Dingen auch wirtschaftlich vertretbar. Als Mitglied des Arbeitskreises Schienenverkehr im Rheinland empfehle ich den Beschluss aussetzen und der touristischen Variante den Vorzug geben.