1. Meinung
  2. Leserbriefe

Von Konzernen über den Tisch gezogen

Von Konzernen über den Tisch gezogen

Zur Energiepolitik der schwarz-gelben Bundesregierung:

"Musste" man erst kürzlich die Laufzeit der Atomkraftwerke als "Brückentechnologie" verlängern, so kann man nach Fuku shima plötzlich sieben AKW fast von einem auf den anderen Tag abschalten, ohne dass es einen Energie-Engpass gibt.

Es geht gar nicht darum, ob in Deutschland AKW durch Erdbeben oder Tsunami oder menschliches Versagen eine Gefahr darstellen, sondern einfach darum, dass es schlichtweg schwachsinnig ist, Strom mit einer Technologie zu produzieren, bei der hochgefährlicher Müll anfällt, den man Tausende Jahre sicher lagern muss, und von dem man bis heute nicht weiß, wie und wo man das tun kann. Übrigens zahlt für diese Lagerung des Atommülls natürlich der Staat, also der Steuerzahler, nicht die Stromkonzerne, die vorher hübsche Gewinne damit machten.

Hätte man nach Tschernobyl die Abermilliarden, die man munter weiter in die Kernkraft steckte, in erneuerbare Energien investiert, bräuchte man schon lange keine Atomkraftwerke mehr. Was wir sehen, ist das Ergebnis von Politik, die kurzfristig denkt und sich von Konzernen über den Tisch ziehen lässt.

Marco Meng, Trier



Atomdebatte

Von Konzernen über den Tisch gezogen

"Musste" man erst kürzlich die Laufzeit der Atomkraftwerke als "Brückentechnologie" verlängern, so kann man nach Fuku shima plötzlich sieben AKW fast von einem auf den anderen Tag abschalten, ohne dass es einen Energie-Engpass gibt. Es geht gar nicht darum, ob in Deutschland AKW durch Erdbeben oder Tsunami oder menschliches Versagen eine Gefahr darstellen, sondern einfach darum, dass es schlichtweg schwachsinnig ist, Strom mit einer Technologie zu produzieren, bei der hochgefährlicher Müll anfällt, den man Tausende Jahre sicher lagern muss, und von dem man bis heute nicht weiß, wie und wo man das tun kann. Übrigens zahlt für diese Lagerung des Atommülls natürlich der Staat, also der Steuerzahler, nicht die Stromkonzerne, die vorher hübsche Gewinne damit machten. Hätte man nach Tschernobyl die Abermilliarden, die man munter weiter in die Kernkraft steckte, in erneuerbare Energien investiert, bräuchte man schon lange keine Atomkraftwerke mehr. Was wir sehen, ist das Ergebnis von Politik, die kurzfristig denkt und sich von Konzernen über den Tisch ziehen lässt. Marco Meng, Trier